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Hochwasserschutz an der Wetter

Am 24.06.2008 begann offiziell die Umsetzung des Hochwasserschutzes für Bruchenbrücken.

Mit dem ersten Spatenstich durch den Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Nidda und Ersten Kreisbeigeordneten Oswin Veith, Friedbergs Bürgermeister Michael Keller und Thomas Buch vom Regierungspräsidium Darmstadt begann am 24.06.2008 offiziell die Umsetzung des Hochwasserschutzes für Bruchenbrücken. 2,75 Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt, das Land Hessen übernimmt 30 Prozent der Baukosten. Im ersten Schritt soll die Wetter in den nächsten Wochen zwischen dem Steg an der Mühle und der Straßenbrücke nach Assenheim ein neues Flussbett erhalten. Der Fluss wird vom Ort weg verlegt, das alte Flussbett teilweise aufgeschüttet und nach Fertigstellung des Gesamtprojekts als Flutmulde genutzt. Parallel dazu wird eine Umgehungsgerinne mit Fischtreppe um das Wehr an der Mühle gebaut.

24.08.2008 Die offizielle Bautafel wird aufgestellt

Bautafel Hochwasserschutz Nur wenige hatten den Fehler bemerkt. Auf der Bautafel wurde aus Bruchenbrücken Bruchenbücken.

08.02.2009 Altes Wehr an der Mühle Beschädigt

Bild vom Wehr Im Januar 2009 erreichten wir in Bruchenbrücken Tiefsttemperaturen von
-21.9°C. (Wetterstation Bärenschweiz.de) Der Riegel am Wehr war geöffnet, so dass das Wehr nicht mit Wasser umspült wurde. Jetzt, nach anhaltendem Tauwetter, werden erste Frostschäden am Wehr sichtbar.

19.06.2009 Die neue Stegbrücke

Stegbrücke In den frühen Morgenstunden des 19.06.2009 kam die komplette neue Brücke in einem Stück auf einem Tieflader liegend in Bruchenbrücken an.
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13.07.2009 Wir wollen unser Wehr behalten

Wir wollen unser Wehr behalten Über 150 Bürger kamen am Montagabend, 13.07.2009, an das Wehr an der Mühle. Für über 3 Millionen Euro wird in Bruchenbrücken seit vergangenen Jahr am Hochwasserschutz gearbeitet. Das Flussbett wurde verlegt, Spundwände gestellt, eine neue Stegbrücke errichtet sowie eine Fischaufstiegshilfe (Fischtreppe) angelegt.
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02.08.2009 Fische verenden qualvoll in der Fischtreppe

Fische verenden Am Donnerstag, den 2. August 2009, entschied sich der Vorstand des Fischereivereines Bruchenbrücken für eine Rettungsaktion an der Fischaufstiegshilfe (Fischtreppe) an der Mühle in Bruchenbrücken.
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14.12.2009 Die Tage des Wehrs an der Mühle sind gezählt

Sohlgleite  Schlagzeile der lokalen Presse im Dezember 2009: "Die Tage des Wehrs an der Mühle sind gezählt" Noch vor wenigen Wochen, genauer gesagt auf der am 14. Dezember 2009 stattgefundenen Bürgerversammlung in Bruchenbrücken, favorisierte der Wasserverband der Stadt Nidda, dass das beschädigte Wehr an der Mühle abgerissen und durch eine sogenannte Sohlgleite ersetzt werden solle. Die Sanierung des Wehrs oder ein Neubau sei nicht umsetzbar, so damals Ingenieur Frank Spundflansch.
War es reiner Zufall, dass die vom Ingenieurbüro Spundflansch favorisierte Variante zugleich die kostengünstigste Lösung für den Wasserverband gewesen wäre, da diese mit EU-Fördermitteln finanziert werden sollte? Wer letztendlich für die Beschädigung des Wehres verantwortlich war, stand zu diesem Zeitpunkt scheinbar nicht mehr zur Debatte.

15.03.2010 Der Magistrat fordert den Erhalt des Wehres

Sohlgleite  Am 15. März 2010 wurde vom Magistrat der Beschluss gefasst, der den Erhalt und den Wiederaufbau des Wehres fordert. Der Magistratsbeschluss beinhaltet, dass für den "Schussrücken" am Wehr statt der bisherigen Betonplatten auch Natursteine verwendet werden können, war am 18.03. in der WZ zu lesen. Berappen soll dies der Wasserverband Nidda, in dem die Stadt Friedberg Mitglied ist und der gemäß Satzung für alle Unterhaltungsarbeiten an der Wetter zuständig ist.
Auch die Untere Denkmalschutzbehörde fordert den Erhalt und den Wiederaufbau des Wehres. Die zur Mühle gehörende Wehranlage sei Bestandteil des alten Ortskerns und somit als Gesamtanlage nach den Vorschriften des Hessischen Denkmalschutzgesetzes geschützt.
Vor einigen Tagen wurden die Arbeiten an der jetzigen Flutmulde wieder aufgenommen. Die Rinne der Flutmulde (Flachwasserzone) wurde ausgebaggert und mit Steinen befestigt, die Verbindung zur Wetter geöffnet. Ich schließe daraus, dass wie vom Magistrat und der Unteren Naturschutzbehörde gefordert, dem Erhalt und Wiederaufbau des Wehres nun nichts mehr im Wege stehen wird.

Fotos zum Hochwasserschutz von Wolfgang Christahl, Erhard Gröschl, Martin Marquardt und Josef Riess in chronologischer Reihenfolge.

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