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Halloween in Bruchenbrücken

Halloween in BruchenbrückenAls ich vor ca. 11 Jahren an Halloweenabend meine Tochter und einen Teil der 1.Klasse durch Bruchenbrücken begleitete, war für viele Bärenschweizer der Brauch des Gebens von Süßigkeiten nach dem Spruch:"Süßes oder Saures" neu.
Ein unkundiger Zeitgenosse, der einen leuchteten Kürbis aufgestellt hatte, meinte sogar: "Solche amerikanische Fertz würde er nicht mitmachen". Seine Frau schob ihn zur Seite und gab den Kindern trotzdem etwas Süßes.
In Wirklichkeit ist Halloween (All Hallow´s Even = Allerheiligenabend) ein von Irland ausgegangenes, christliches Fest, das durch Auswanderer im 19. Jahrhundert mit in die Vereinigten Staaten rüber genommen wurde. Aufgrund seiner Attraktivität wurde es als Brauch von anderen Völkergruppen übernommen und gehört heute zu einem wichtigen Volksfest. Nur in Europa wurden früher ausgehöhlte Rüben mit Kerzen aufgestellt. Da es über dem großen Teich mehr Kürbisse als Rüben gibt und diese leichter auszuhöhlen sind, wandelte sich dieser Brauch. Seither nahm man Kürbisse und schnitt Fratzen hinein um die bösen Geister abzuschrecken. Aus Nordamerika kam vor 15 Jahren das sich geänderte Halloweenfest wieder nach Europa und in unser Dorf zurück. Auch in diesem Jahr waren bei Vollmond wieder die Kinder von Bruchenbrücken unterwegs und klingelten an den Häusern, die einen leuchteten Kürbis aufgestellt  hatten. Damit wurde signalisiert: Wir machen mit. Es gab Süßigkeiten, Kuchen und bei denen, die schon alles überschwänglich vergeben hatten, sogar Geld. Ganz besonders hervorzuheben war der toll geschmückte Eingangsbereich der Familie Cue in der Erasmus Alber Straße und die Kürbiskünste der Familie Best in der Bruchenbrückener Straße.

06.11.2009 E.Gröschl

Fotos: Erhard Gröschl

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