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Wir wollen unser Wehr behalten

Über 150 Bürger kamen am Montagabend, 13.07.2009 an das Wehr an der Mühle

WehrFür über 3 Millionen Euro wird in Bruchenbrücken seit vergangenen Jahr am Hochwasserschutz gearbeitet. Das Flussbett wurde verlegt, Spundwände gestellt, eine neue Stegbrücke errichtet sowie eine Fischaufstiegshilfe (Fischtreppe) angelegt. Eigentlich könnten nun alle zufrieden sein, wäre da nicht das beschädigte Wehr. Im vergangenen Winter wurde das alte Wehr an der Mühle durch starken Frost beschädigt. Offenbar ist nun niemand bereit die Kosten für die Reparatur bzw. für den Neubau zu übernehmen. Über 150 Bürger kamen am Montagabend an das Wehr um ihren Missmut über diesen Zustand zu äußern. Die Mühle am Steg ist in Gefahr sagte Klemens Geyer. Die Mühle steht auf Eichenpfählen, werden diese nicht vom Wasser umspült, trocknen sie aus und die Mühle könnte ins Wanken geraten. Gunter Best vom Örtlichen Fischereiverein erklärte, dass auf Grund des niedrigen Wasserstandes die Fische wegbleiben und die wenigen restlichen Exemplare vom Kormoran gefressen werden. Auch der Eisvogel habe sich zurückgezogen, so Best. Der bauausführende Wasserverband Nidda hat nach Auskunft von Ingenieur Stefan Schulz ein Gutachten zum Wehr in Auftrag gegeben. Demnach gibt es drei Varianten wie damit umgegangen werden könnte: reparieren, schleifen oder abreißen und neu bauen. Schulz: „Es ist noch keine Entscheidung gefallen“. Bleibt nun nur noch zu hoffen, dass man sich für den Erhalt des Wehres entscheiden wird und so auch die zur Zeit trocken liegende Fischaufstiegshilfe ihrem Bestimmungszweck übergeben werden kann

18.07.2009 WC