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Acht Bärenschweizer im Land der Elche Teil II

Angelurlaub in Schweden 2010

Schweden 2010Der Termin war spät gewählt in diesem Jahr. Vom 15.10.-23.10. wollten wir unsere Angeln auswerfen.
Wieder war der Asnen in Südschweden unser Ziel. Genauso wie die Hechte, die dort in großer Zahl auf uns warteten. Aber Fangen ist nun eine andere Geschichte, wie der erfahrene Angler weiß. Unser Orakel Michael ließ keine Gelegenheit aus auf die möglichen Gefahren hinzuweisen. "Es wird kalt", war sein Standartspruch und der Blick auf den Wetterbericht schien ihm Recht zu geben. All das hielt uns jedoch nicht zurück am Abend des 15.10. Richtung Travemünde zu starten. Von dort ging es mit der Nachtfähre nach Malmö. Gegen 11:00 Uhr erreichten wir pünktlich unseren Zielhafen; bei strahlendem Sonnenschein. Die Stimmung war natürlich Bestens ob solcher Voraussetzungen. Schnell vergingen die knapp 3 Stunden Fahrt zu unserer Unterkunft. Dort angekommen wurden die Pkw in Windeseile entladen und die Zimmer bezogen. Wo war Uli, unser Vermieter? Er hatte die Angelscheine. Wir wollten doch heute noch raus auf den See. Es konnte nicht schnell genug gehen. Aber Uli schien unsere Gedanken zu ahnen. Und so konnten gegen 16:00 Uhr die Motoren der Boote gestartet werden.Schweden 2010
Immerhin wurde noch ein Hecht gelandet bevor wir der Dunkelheit nachgeben mussten. Am nächsten Morgen gegen 07:00 Uhr war Wecken. Schlaftrunken führte der Weg in die Küche, weil dort ein Thermometer an gebracht war. Acht Grad minus waren es! Unser Orakel fiel mir wieder ein. Möglicherweise war der Schlafsack doch die bessere Wahl. Nein, wir sind zum Angeln hier. Also wurde erst einmal gut gefrühstückt. Dick verpackt in unsere Thermoanzüge ging’s zu den Booten. Nachdem die Motoren vom Eis befreit waren, konnten wir den Fischen zu Leibe rücken. Spiegelglatt lag der See vor uns. Der Wind schien noch zu schlafen; und wir gönnten ihm seine Ruhe. Das galt zunächst auch für die Fische. Nichts tat sich an unseren Ruten. Nachdem die Sonne den Sprung über die Baumwipfel geschafft hatte, tauten wir allmählich auf. Mal sehen was die Kollegen gefangen haben dachte ich mir und fuhr etwas zügiger in deren Richtung. Plötzlich bog sich Andi’s Rute Richtung Wasser. Schnell den Motor aus und den Kescher bereithalten. Ein stattlicher Hecht hatte angebissen. Nach kurzem Drill konnte er sicher gelandet werden. Noch schnell ein Foto und der Fisch wurde in sein Element entlassen. Das war so etwas wie der Startschuss.
Die Hechte bissen, als gäbe es am nächsten Tag nichts mehr zu fressen. Dann kippte das Wetter. Wind, Regen und Wellen machten uns das Leben schwer. Es wurde jedoch weiterhin gut gefangen. Die Wetterkapriolen waren aber noch nicht zu Ende. Nun setzte am Abend des 19.10. auch noch Schneeregen ein.
Schweden 2010Doch tags darauf erlebten wir eine traumhafte Schneelandschaft. Bei minus 5 Grad und strahlendem Sonnenschein staunten wir nicht schlecht über den Wintereinbruch. Neben unserem Orakel Michael hatten wir auch noch einen Glücksritter dabei, Andi.
Zum ersten Mal am Asnen fing er überraschend gut. Scheinbar teilnahmslos wiegte er die Hechte in Sicherheit. Und die fielen reihenweise auf diesen Trick herein.
Dann war auch schon der Freitag gekommen, der letzte Angeltag. Wir mussten wegen des schlechten Wetters im Fluss angeln. Erst mal ein wenig umschauen nach einem geeigneten Angelplatz. Ich mache das Boot fest und bereite meine Angel vor. Aber da hat unser Glücksritter schon wieder zugeschlagen. Ein schöner Hecht hat seinen Köder geschnappt. Der einzige Fang an diesem Tag!
An dieser Stelle seien noch die beiden gesellschaftlichen Höhepunkte erwähnt. Am Dienstag hatte das Haus Trollebo mit seinen Bewohnern Michael, Jens, Josef und Wolfgang zum Essen eingeladen. Die Gegeneinladung vom Haus Vikingarstugan belegt von Andi, Bernd, Martin und Wolfgang erfolgte am Donnerstag. Bei köstlichen 3 Gänge Menüs und gepflegten Getränken wurde so manche Anglergeschichte zum Besten gegeben. Eine ereignisreiche Angelwoche neigte sich dem Ende entgegen und mit vielen positiven Eindrücken im Gepäck traten wir die Rückreise an.
Der Asnen ist und bleibt ein tolles Hechtgewässer. Wir konnten wegen seiner Größe nur einen begrenzten Teil beangeln. Ihn in seiner ganzen Schönheit und Vielfalt zu erfassen bedarf es wohl eines ganzen Anglerlebens.
Unser Reiseleiter für geführte Angeltouren, W. Christahl, ist derweil wieder im Internet unterwegs um neue Ziele für 2011 zu entdecken.
Denn nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.

14.11.2010 W. Leinweber

 

Schweden Oktober 2010 | Acht Jungs aus der Bärenschweiz haben sich auf den Weg gemacht, dunkle Hechte in Schweden (Åsnen) zu fangen. (07:29 min.)
Film: Wolfgang Leinweber

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Fotos: Wolfgang Christahl, Wolfgang Leinweber, Jens Doerr-Radewaldt, Martin Marquardt

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