Sie sind hier: Home > Archiv > Archiv 2010 > Herbstwanderung 2010

Lauftreff im SVB

Herbstwanderung 2010 "Pilgerweg Bonifatius-Route" (Meuterei im Lauftreff)

Grabhügel und Kalenderbauwerk am Glauberg

Foto: Grabhügel und rekonstruiertes Kalendarium aus 13 Holzpfählen am Glauberg

Die Wettervorhersage meldete für den Wandertag Regen bis Dauerregen. Aber: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung“ - lautet eine Wanderer-Weisheit. Soweit ok.
Doch mit der berüchtigten 18 km Wanderstrecke schien etwas nicht so ganz in Ordnung zu sein. Auf der Webseite Baerenschweiz.de war ein Link zur Bonifatius-Route zu finden, den auch einige wissbegierige Wanderer nutzten.
Neben allen Infos zur Route konnte man im Menü "Kilometrierung/Orte" eine Streckenlänge von Heldenbergen nach Glauburg von 28 km errechnen, plus Assenheim hin und zurück wären das dann summa summarum 30 km gewesen. Da haben wir erst einmal gestaunt!
Entrüstet, empört, entsetzt, erschrocken, völlig aus dem Häuschen meldeten einige Wanderer diesen "Messfehler" unserer Wanderleitung, drohten mit Meuterei.
Kurzerhand beschloss Kapitän Gröschl die Wanderung nicht wie geplant ab Heldenbergen sondern erst ab Eichen zu beginnen. Großes Aufatmen!
Also ging es los. Samstag 8.30 Uhr, Abmarsch Richtung Assenheim. Der Himmel war trüb, von Regen keine Spur, ideale Voraussetzungen für die 26 Teilnehmer der Herbstwanderung. Ab Assenheim ging's mit der Bahn nach Heldenbergen, umsteigen nach Eichen und schon konnten wir auf dem Wetterauer Teil der Bonifatius-Route unsere Wanderung beginnen.
Apropos Bahn: Ich möchte auf diesem Wege ein großes Lob an die Bahn aussprechen. Auf der Hin- und Rückfahrt gab das freundliche Personal der Bahn alles, damit wir unsere Anschlusszüge trotz Verspätungen nicht verpassten.
BonifatiusrouteNur wenige Minuten vom Bahnhof Eichen entfernt, erreichten wir die erste Stempelstation in Eichen. Ab hier folgten wir der gut beschilderten Wanderroute durch Täler, über Hügel bis zum ersten Ziel Kloster Engelthal in dessen Gästegarten eine kurze Frühstückspause eingelegt wurde. Weiter ging's durch Altenstadt, Oberau, Rommelhausen, Himbach, Düdelsheim vorbei an, Kirchen und Kapellen zum Ziel dem Keltenmuseum am Glauberg.
Hier machten wir eine kurze Verschnaufpause (bis die Letzten aufgeholt hatten, quasi eine Zigarettenlänge) noch einen Blick auf den Grabhügel und das beeindruckende Kalenderbauwerk. Wer noch die Kraft besaß, einen letzten Stempel aus dem Keltenmuseum und weiter ging's.
Wir folgten, immer bergab, der Landstraße bis zum Glauberger Bahnhof, wo wir dann im "Landgasthof Glauberg" einkehrten.
Das im Landgasthof servierte Argentinische Rumpsteak mit Röstzwiebeln, Bratkartoffeln und Salat oder die Filetmedaillons vom Milchskalb auf Spargelgemüse mit jungen Kartoffeln sahen nicht nur sehr gut aus. Ich, bodenständig, wieder mal verwählt, entschied mich für ein Wanderer-Essen aus der Region "Vogelsberger Bauernbratwurst auf einem Spiegel von Bratkartoffeln", ein recht überschaubares Menü, das durchaus den Tagesbedarf an Kalorien eines Fastenwanderers deckt.
Nach ausgiebiger Rast ging's dann mit der Bahn Richtung Heimat.
Obwohl die Mehrheit nicht mehr ganz rund lief, entschieden wir uns auch den letzten Kilometer gemeinsam vom Assenheimer Bahnhof nach Bruchenbrücken zu wandern, humpeln oder hinken, jeder auf seine Art.
Gegen 18.00 Uhr erreichten wir erschöpft aber glücklich unsere geliebte Bärenschweiz.
Im Sportlerheim angelangt tranken wir dann noch das ein oder andere Bier und ließen das Wochenende ausklingen.
Ich muss sagen – wieder eine gelungene 18 km Wanderung!

07.10.2010 WC