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Neubaugebiet "Am Gollberg" in Assenheim

Assemer Wasser soll in Assem bleiben

TransparentWie aus der Presse zu erfahren war, plant die Stadt Niddatal in Assenheim auf dem Gollberg zwischen der Eisenbahnstrecke Friedberg-Hanau und der Straße nach Bruchenbrücken mit einem Investor ein neues Baugebiet zu erschließen. Der Investor und sein Planer stellen sich vor das anfallende Regenwasser des Neubaugebietes und der Winterstein- sowie Altkönigstraße in separaten Kanälen zu erfassen, in einem Rückhaltebecken zu sammeln und gedrosselt in einem offenen Graben nach Bruchenbrücken in die Wetter abzuleiten.
Hintergrund dieser Planung sind bereits heute zu klein bemessene Straßensammler im Assenheimer Ortsgebiet.
Hierbei soll der teils vorhandene Graben zwischen Fischteich und den Sportplätzen in Bruchenbrücken genutzt werden. Dieser Graben wurde eigentlich zur Ableitung des Oberflächenwassers der Spielfelder angelegt. Wie die Bruchenbrückener Einwohner wissen, ist dieser Graben bei Starkregen und Schneeschmelze randvoll. Nun soll das Oberflächenwasser von 100 Bauplätzen und den dazugehörigen Straßen noch dazu abgelassen werden. Dies kommt, auch wenn die Stadt Friedberg bereits eine Zustimmung signalisiert hat, bei den Bürgern und Vereinen in Bruchenbrücken überhaupt nicht gut an. Schließlich werden die städtischen Sportplätze, das Gebiet des Fischereivereins, der Beachvolleyplatz und die Gartenanlagen des Gartenbauvereins durch zusätzliche Abwässer gefährdet. Die Vereine (Fischereiverein, TVB, Kleingartenbauverein) haben bereits ihre Einwände schriftlich dem Magistrat und den Stadtverordneten von Friedberg mitgeteilt. Schließlich sind hierzu noch viele Fragen ungeklärt.
Wer haftet im Schadensfall auf Bruchenbrückener Gebiet?
Wer kommt für die regelmäßige Wartung des Grabens auf?
Wie soll der Graben im Bereich Sportplatz Bruchenbrücken aussehen, wenn er bereits bei Starkregen und Schneeschmelze randvoll ist?
Für die Wartungsarbeiten am offenen Graben müsste ein geschotterter Weg angelegt werden um die Arbeiten maschinell und kostengünstig ausführen zu können. Dies würde im Bereich zwischen dem Naherholungsgebiet Fischteich und Sportplatz bedeuten, dass die gerodete Wegefläche von ca. 4 m Breite in Richtung Trainingsplatz neu angepflanzt werden müsste. Die bestehende Bepflanzung war Vertragsbestandteil vor Errichtung des zweiten Spielfeldes. Hierzu gibt es keine Klärung.
Warum kann die Entwässerung im Neubaugebiet in Assenheim nicht erfolgen wie es das Hessische Wassergesetz vorschreibt? Hier wird gefordert, das das anfallende Regenwasser von befestigten Flächen auf dem eigenen Grundstück zu verwerten ist; d.h. Bau von Regenwasserzisternen und Rigoleanlagen zur zeitversetzten Versickerung.
Desweiteren befürchten die Bürger von Bruchenbrücken, dass durch die teilweise Verbreiterung der Straße zwischen Bruchenbrücken und Assenheim es nur ein kleiner Schritt sei die gesamte Straße zu verbreitern und letztendlich den Schwerlastverkehr über Bruchenbrücken zu leiten um den eigenen Ortskern mit dem historischen Rathaus zu schützen.
Eine zweite erforderliche Zufahrt in das Neubaugebiet Assenheim ist zur Zeit über den Radweg am Birkenhof, vorbei am Bahndamm entlang geplant - auch wieder nur über Bruchenbrückener Gebiet. Hier müsste doch eine andere Lösung innerhalb Assenheim möglich sein.
Wie auf dem Bild zu erkennen ist, hat sich in Assenheim eine BI (www.assenheim21.de) zusammengefunden die gegen diese Bebauung ist und bereits an der nördlichen Gemarkungsgrenze dagegen Stimmung macht.
Wir werden die weiteren Geschehnisse verfolgen und darüber berichten.

06.11.2011 E. Gröschl

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