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150 Jahre Gesangsverein Concordia Teil IV

Dorffriede und die Gemeinschaft waren gestört

Als bewegtes Sängerjahr wurde 1959 niedergeschrieben. Anfangs waren die Singstunden überdurchschnittlich besucht und zum Jahresende wurde die Teilnahme als beschämend bezeichnet. Der Dorffriede und die Gemeinschaft waren gestört. Ab 1959 haben wir die Teilnehmer am Männergesang und gemischten Chor nicht mehr getrennt notiert. Eine Gegenüberstellung zum Vorjahr konnte deshalb nicht angestellt werden.

Zu dieser Zeit hatte unser Verein folgende Ehrenmitglieder: H. Marloff, H. Vetter, W. Uhl, C. Keil und K. Schuch. Die Höhepunkte im Jahre 1961 waren ein Liederabend mit fünf teilnehmenden Vereinen, ein Ausflug, das Landeschorfest in Hanau, ein Familien.- und Theaterabend. In der Generalversammlung am 16.11.1961 wendete sich der 1. Vorsitzende an die Einwohner von Bruchenbrücken und forderte sie auf, als Aktive dem Verein beizutreten um den Fortbestand des Vereins zu sichern sowie am bevorstehenden 100-jährigen Vereinsbestehen mit mind. 50 Sängerinnen und Sänger zum Ehrengesang anzutreten.

Die Neuwahl des Vorstandes 1962 brachte keine großen Veränderungen. 1. Vorsitzende K. Vetter, 2. Vorsitzender + Pressewart P. Jung, Rechner K. Weil, Kassierer T. Kostial, Schriftführer Karin Hartmann und Archivar G. Heil. Als Beisitzer wurden gewählt: F. Stipp, M. Weil und L. Schuld. Dem Musikausschuss gehörten an: W. Schleuning, W. Meyer und G. Müller. In diesem Jahr nahm man an den Liederabenden in Ober Wöllstadt und Ossenheim sowie an den Sängerfesten in Bönstadt und Dortelweil teil. Desweiteren machten wir einen Ausflug nach Bad Wildungen und Homberg/Efze. Im Jahre 1963 steht alles im Zeichen des 100jährigen Vereinsjubiläum.

Der älteste Verein im Dorf feiert vom 6. bis 8. Juli seinen runden Geburtstag. Am späten Samstagnachmittag fanden sich die Mitglieder und Dorfbewohner am Ehrenmal zur Gefallenenehrung ein. Pfarrer Ollesch sprach Worte des Gedenkens für die, die diese Tage nicht mehr erleben durften, deren Opfertod aber Verpflichtung für die Heutigen sein möge. Chöre und Feiermusik umrahmten die Ehrung. Am Abend fand im Zelt an der Turnhalle der Festkommers statt. Festpräsident Karl Vetter konnte zahlreiche Sängerschaften aus nah und fern, darunter auch den befreundeten Männergesangsverein aus Wehrda, begrüßen. Nach Gesang und Prolog wurden die Ehrungen der langjährigen Vereinsmitglieder vom Landesgruppenvorsitzenden vorgenommen. Anschließend nahm K. Vetter die Ehrung von Chorleiter Heinrich Dauth vor, der nun mehr seit 25 Jahre den Dirigentenstab schwingt. Im Namen des Hessischen Ministerpräsidenten Dr. G. A. Zinn überreichte Landrat Milius die Silberne Ehrenplakette für die Erhaltung und Pflege des deutschen Liedgutes an unseren Festpräsidenten. Nach Tanz der Festdamen gab es Vorführungen der Ortsvereine Torpedo und Turnverein. Anschließend folgte ein Freundschaftssingen mit 8 Chören. Am folgenden Sonntagvormittag gab es ein weiteres Freundschaftssingen mit 20 Sängerschaften aus der Umgebung.

In den frühen Nachmittagsstunden bewegte sich dann ein stattlicher Festzug (34 Zugnummern) mit liebevoll geschmückten Wagen, mit Kapellen und Spielmannszügen durch die dicht gesäumten Ortsstraßen zum Festplatz, wo im Zelt und im vorgelagerten Vergnügungspark bald drangvolle Enge herrschte. Am Montagvormittag gab es einen gemütlichen Frühschoppen mit Gesang und Musik.

Quellen: Festschrift Gesangsverein Concordia, Unterlagen Gesangsverein Concordia, Wetterauer Zeitung. Danke für die Unterstützung an S. Meyer

24.08.2013 E. Gröschl

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