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Lauftreff im SVB – 2. Bärenschweizer Triathlon 2013

200m Schwimmen, 15km Radfahren, 3 km Laufen

Teilnehmer Triathlon

Wer sich Freitagnachmittag (6.9.2013) durch Bruchenbrücken bewegte, konnte Zeuge eines hochklassigen Triathlon Wettbewerbs werden! Der Bruchenbrückener Lauftreff hatte gerufen und knapp 1 % der Bevölkerung dieses idyllisch gelegenen Kleinstädtchens in der Wetterau kam! Ab 16.00 Uhr etwa setzte die kleine Völkerwanderung ins benachbarte Rodheim ein. Dort hatte der Bademeister im Freibad dankenswerterweise 2 Schwimmbahnen abgetrennt, in denen der Ausdauerwettbewerb seinen Anfang nahm. 7 Frauen und 16 Männer hatten sich nach wochenlangem und intensivem Training gepaart mit entsprechender Ernährung (Elektrolytgetränke und viel Nudelkonsum!!) auf diese harten Strapazen vorbereitet. Unter den Teilnehmern/Innen waren Schüler, Hausfrauen, Arbeiter sowie Rentner, also ein repräsentativer Querschnitt der Bruchenbrückener Bevölkerung!

Die Damen

Annegret beim RückenschwimmenDen Anfang machten die Damen, die zunächst 150m schwimmend zurücklegen mussten. Auffallend war, dass viele auf den obligatorischen Kopfsprung verzichteten, sondern lieber den Start von unten, also aus dem Stand, bevorzugten, denn die extra hergerichtete Frisur sollte natürlich nicht beeinträchtigt werden. Überwiegend wurde in der Stilart Brustschwimmen die erforderliche Distanz zurückgelegt, nur eine Teilnehmerin genoss die allgegenwärtige Aufmerksamkeit und legte die 3 Bahnen im Rückenschwimmen zurück. Ihre Schwimmlage im Wasser glich der einer typischen Freizeitsportlerin, was sich letztendlich auch in der Zeit niederschlug. Tanja Macker stellte ihre Mitstreiterinnen eindeutig in den Schatten, indem sie auf der Schwimmstrecke fast 20 Sekunden Vorsprung gegenüber der Zweiten, Helena Kniss, herausschwamm. Tanja, die ihre Vielseitigkeit dadurch demonstrierte, indem sie 3 verschiedene Stilarten schwamm, war in der Vorbereitungsphase eher durch verspätete Teilnahme am Training aufgefallen. Selbst am Wettkampftag musste sie vorher noch "eingesammelt" werden, sonst hätte sie möglicherweise gar noch den Start verpasst, aber wahrscheinlich hatte sie auf ihre Schwimmqualitäten vertraut, der Erfolg - zumindest bei der Schwimmdisziplin - gab ihr ja auch Recht. Dass aber die Zeitabstände beim Schwimmen nur eine Momentaufnahme sind, konnte man am Ergebnis der späteren Gesamtsiegerin Karina Kröll ablesen, die zunächst mit einem Rückstand von 41 Sekunden aus dem Wasser kam!Karina Kröll "Karina-Maus", die seit 16 Jahren in Bruchenbrücken lebt und nach eigener Aussage immer noch nicht alle Einwohner kennt, konnte beim Radfahren und Laufen ihre Vorzüge zur Geltung bringen. Zum Schluss entschieden nur 0,5 Sekunden (!!) über Sieg und Platz 2, denn so groß war dann letztendlich der Abstand zu Tanja Macker, die zukünftig mit ihrem Hund Wotan wohl noch zusätzliche Trainingsrunden drehen wird, um dadurch vielleicht die fehlenden Zehntelsekunden auszugleichen. Über die Radfahr- und Laufdisziplinen lässt sich leider nur wenig berichten, weil die zahlreich erschienenen Zuschauer nur immer Momentaufnahmen erhaschen konnten, als die Teilnehmerinnen sich auf die Strecken begaben bzw. zum Wechsel im Zielraum erschienen. Von der Viertplatzierten Susanne Schreitz wird berichtet, dass sie an mehreren Fronten kämpfen musste. Einerseits wollte sie in ihrem eigenen Frauenwettbewerb erfolgreich auf sich aufmerksam machen, andererseits war sie aber auch während (!!) des Wettkampfes als Mutter im Einsatz, als es galt ihren Sohn Paul insbesondere auf der Laufstrecke vor sich herzutreiben und anzuspornen, was sich dann besonders positiv auf dessen Endergebnis auswirkte. Die ganz große Stimmungskanone Annegret Riess, die zum Schluss einen ehrenvollen 5. Platz belegte, wäre beinahe beim Schwimmen "hinten rausgefallen"! Annegret ist nämlich besagte Rückenschwimmerin, die fast vergessen worden wäre! Wegen ihres großen Rückstandes beim Schwimmen, gegenüber der Siegerin fehlten fast 3 Minuten, wollten die Zeitnehmer schon den Wettbewerb beenden! Erst auf beherztes und aufmerksames Eingreifen der Zuschauer: "Halt, Stop! Da kommt noch jemand“ konnte die Zeitnahme so lange aufrechterhalten werden, bis der Bummelzug aus Bruchenbrücken endlich anschlug. Zum Glück waren keine Wiederbelebungsversuche notwendig und Annegret konnte ihren Rückstand beim Radfahren und erst recht beim Laufen durch einen unvergesslichen Endspurt verkürzen. Sechstplatzierte wurde dann Lisa Kniss, die bis an ihre Leistungsgrenze ging, sie hatte leider in der Vorbereitungsphase während beruflicher Überbelastung nicht allzu viel üben können. Allein für ihren vorbildlichen Einsatz bei der Behandlung des gestürzten Radfahrers Fips hätte sie eigentlich eine Zeitgutschrift verdient gehabt, aber das sahen die Wettkampfregularien nicht vor!
Der gute Trainingszustand der gesamten Frauengruppe lässt sich allein daran ablesen, dass alle bei der abschließenden Siegerehrung schon wieder lächeln konnten, ihnen war die Anstrengung der vorausgegangenen Stunden nicht mehr anzumerken...

Der Männerwettbewerb

Außenstehende hätten meinen können, der Kindergarten aus Bruchenbrücken hat Ausgang! Die Wettkampfvorbereitungen sahen nämlich erst mal so aus, dass einige gar nicht duschen wollten, andere verfielen in frühkindliche Verhaltensweisen wie Frank Tropschuh, genannt der "Vollstrecker", der mit einer sehenswerten "Arschbombe" erst mal alle Zuschauer nass spritzte. Start MännerDoch dann war der Unterschied zum weiblichen Geschlecht deutlich sichtbar! Formvollendete Startsprünge sowie zügige Schwimmbewegungen deuteten auf ein Wettkampfgeschehen hin. Einige legten kraulend los wie die Feuerwehr hielten diese Stilart meist aber nur eine Bahn durch und gingen dann zum Brustschwimmen über.  Auch bei den Männern trennte sich relativ schnell die Spreu vom Weizen, die Zeitabstände waren teilweise immens, zwischen dem besten Schwimmer Völker Kröll und dem aber auch schon 67-jährigen Hans-Jürgen Marek lagen immerhin mehr als 4 Minuten. Besonders auffallend war wie bleich und blass gezeichnet Josef Riess nach 200 für ihn qualvollen Schwimmmetern aus dem Wasser stieg. Wo andere hochroten Kopfes aus dem Bassin hochkamen, stieg er fast kreidebleich passend zu seinen ohnehin grauen Haaren aus dem Wasser, so als ob er den halben Atlantik durchquert hatte, dabei lagen nur 6 1/2 Schwimmminuten hinter dem auf der Radfahr- und Laufstrecke so dominanten Athleten! Ähnlich wie bei den Damen konnten auch die Männer nur im Zielraum am Ende des Radrennens sowie beim Zieleinlauf des Laufens beobachtet und angefeuert werden. Gesamtsieger wurde der Athlet mit dem besten Trainingszustand Volker Kröll, der seinen Schwimmvorsprung sogar noch durch eine sehr gute Radfahrleistung sowie durch einen beherzten Lauf noch ausbauen konnte. Am Ende hatte er vor dem Zweitplatzierten Sascha Dimmer 1 1/2 Minuten Vorsprung! Sascha Dimmer, der hochklassig veranlagte Torwart der örtlichen A-Jugend, in Fachkreisen auch als Nachfolger des in Bruchenbrücken bekannten "Greifer" geläufig, hatte im Ziel 22 Sekunden Vorsprung vor Josef Riess. Josef, immerhin mit 1 künstlichen Hüftgelenk am Start, das ja auch transportiert werden musste, schlug sich ausgesprochen tapfer, denn er hatte die Angriffe von Wolfgang Leinweber, genannt "Breide" abzuwehren, der sich extra 5 Tage vor Wettkampfbeginn noch ein neues Fahrrad gekauft hatte. Zum Schluss fehlten zu "Jacko" Riess 6 Sekunden auf Platz 3! FrankFrank Schäfer, der Geheimfavorit, belegte den 5. Platz, er hatte sich in den Monaten vor dem Wettkampf durch eine spezielle Diät und eine Gewichtsabnahme auf die einzelnen Disziplinen vorbereitet, vielleicht beginnt er mit den Vorbereitungen zukünftig noch früher!? Ulli Stipp hielt sich an sein allseits bekanntes Motto immer schön unauffällig in der Mitte zu bleiben und platzierte sich nach anstrengendem Kampf auf Platz 6. Tja, und der schon aus dem Schwimmbad als Stimmungskanone in den Wettbewerb gegangene Frank Tropschuh (der "Vollstrecker"), dieses wasserscheue Individuum, der ja auch vorher nicht duschen wollte und allein schon durch seine modern geschnittene Badehose eine Zeitgutschrift verdient gehabt hätte, kam dann als vielumjubelter 7. ins Ziel. Dicht gefolgt von dem Börsenanalytiker und Anlageexperten Thomas Bopp, von dem böse Zungen behaupten, dass er seine Mitstreiter durch vorgetäuschte Hustenanfälle beim Laufen beindrucken will!? Michael Meiß, der letzte beim Lauftreff noch arbeitende Beamte reiht sich als stolzer Neunter in die Reihe der erschöpften Teilnehmer ein. Ein besonderes Lob gilt Karlheinz Hoffmann, allseits nur als "Fips" und als Organisator der Skifreizeit bekannt. Ihm passierte das Missgeschick, dass er mit dem Rad stürzte (!!), trotzdem gab er nicht auf, sondern setzte, zwar stark blutend an Knie und Ellenbogen, das Rennen fort, beim Wechsel vom Rad zur Laufstrecke konnten die anfeuernden Zuschauer die Folgen der Verletzung sehen, aber ohne großes Aufsehen setzte er tapfer seinen Lauf fort und wurde letztlich Zehnter. Hans-Jürgen Marek landete einen Platz hinter ihm, er wird im kommenden Jahr beim Schwimmen seine Riesenhände stärker zum Einsatz bringen und so eine bessere Schwimmzeit anstreben. Tja und das Nestküken, der erst 10-jährige Paul Schreitz muss ganz besonders lobend erwähnt werden! Der Benjamin unter den Teilnehmern hielt eisern durch (oder ist er unterwegs nicht mal stehen geblieben? wandernde Zuschauer berichteten so etwas) aber klar, er musste auch mal wieder zu Kräften kommen. Wie sehr ihn der Wettkampf geschlaucht hatte, zeigte er beim abendlichen Essen, als er allein 3 Steaks verdrückte!!!

Die helfenden Hände und Köpfe im Hintergrund

WilliOhne ehrenamtliche Helfer und Organisatoren im Hintergrund lässt sich solch eine Mammutveranstaltung nicht durchziehen. Diese müssen natürlich genauso wie die aktiven Teilnehmer erwähnt werden. Zuallererst ist hier der rollende Besenwagen Manfred Katowicz zu nennen, der beim Radrennen die Nachhut bildete und stets aufpasste, dass alles ordnungsgemäß und reibungslos ablief. Unterstützt wurde er von Willi Schneider, dem Kurier mit dem Motorroller. Willi half auch Paul über die Straße und wollte vor aller Augen auch noch die taumelnde Petra Dennard beim Laufen abholen, sie war aber insgesamt zu kraftlos, um auf den Roller zu steigen und ging lieber zum Ziel zurück. Wolfgang Christahl stand als vielbeschäftigter Zeitnehmer mehrfach vor einem Herzinfarkt, weil bisweilen das Wettkampfgeschehen - wie z.B. im Falle der Ausnahmeathletin Annegret Riess - ziemlich unübersichtlich war. Zum Glück hatte er in Pauline Schreitz eine zuverlässige Assistentin bei der Zeitnahme, die ganz präzise den Einlauf der Hobby-Olympioniken verfolgte. Sabine und Heinz Kniss gehörten ebenfalls zum Organisatorenteam, leider war Sabine  als aktive Teilnehmerin verletzt verhindert, Heinz führte in seiner unnachahmlichen und gekonnten Art die Siegerehrung durch, indem er für jeden Teilnehmer einen speziellen und aufbauenden Kommentar auf Lager hatte. SimoneTja und zuguterletzt soll auch Simone Kullmann-Schäfer genannt werden, die für die 4. Disziplin, das Grillen und Abwaschen, verantwortlich zeichnete. Dank ihrer liebevollen Wendetechnik beim Wenden der Steaks auf dem Grill konnten sich alle Teilnehmer und sonstigen Zuschauer abends beim gemütlichen Beisammensein den kulinarischen Freuden hingeben, dafür ein ganz herzliches Dankeschön an Simone!!
Gegen 23.30 Uhr klang ein unvergesslicher Tag aus, der zwar viele Mühen und Anstrengungen gebracht hatte, der aber trotzdem allen in freudiger Erinnerung bleiben wird. So, wie man am Rande hören konnte, soll der Wettkampf in 2014 eine Neuauflage haben und dann auch als besonderes kulturelles Ereignis in Bruchebrügge Anklang finden.

10.09.2013 Herbert Horn (Gastreporter, Schleswig-Holstein) Fotos: Betina Dimmer

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Fotos (in chronologischer Reihenfolge): Betina Dimmer

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