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Bürgerinitiative "optimales Breitband" (BoB)

InternetKleine Bilanz  (Stand 23. Dezember 2013)

Von der ersten Informationsveranstaltung im September 2011 und der darauf folgenden Gründung der Bürgerinitiative bis zum Erreichen des Spendenziels vergingen ziemlich genau zwei Jahre. Das erste Jahr, in welchem wir von Stadtverwaltung und Politik noch etwas argwöhnisch beäugt wurden, war angefüllt mit Informationsarbeit, Recherchen über technische Möglichkeiten und Alternativen, über die zu erwartenden Kosten und über eine sinnvolle Vorgehensweise bei der Realisierung unserer Idee.

Nachdem im September 2012 die vom Land Hessen geförderte DSL-Versorgung per Funk abgeschlossen war, endete damit auch die seinerzeit vom Stadtbauamt erbetene „Stillhaltefrist“ für unsere Bürgerinitiative. Etwa zeitgleich erhielten wir informative Unterstützung durch die „Wetterauer Zeitung“, die sich für unser Projekt interessierte. Auch von unserem  Ortsbeirat erhielten wir nun Unterstützung.

Da als einziger Partner für die Realisierung einer kostengünstigen, kabelgestützten Internetversorgung der bereits mit der Funklösung beauftragte Anbieter OR-Network in Frage kam, wurden in den folgenden Monaten Gespräche mit Stadtbauamt und OR Network geführt. Zum einen wurden technische Fragen geklärt, zum anderen ging es um die formale Seite des Projektes – es mußte schliesslich ein Vertragspartner für das Projekt gefunden werden. Zu diesem Zeitpunkt tat sich das Stadtbauamt – obwohl bereits Auftraggeber für OR-Network bei der Funkversorgung – schwer damit, weiterhin in dieser Funktion zur Verfügung zu stehen, obwohl es die Bemühungen unserer Bürgerinitiative mittlerweile begrüßte.

Die Bürgerinitiative hatte im Vorfeld bereits Unterstützung durch die „Franz und Regine Frauenhoffer Stiftung“ in Ostrach erhalten, die sich für die Breitbandversorgung in ländlichen Regionen einsetzt. Herr Frauenhoffer erklärte sich bereit, im Notfall als Vertragspartner und Auftraggeber zu fungieren.

Mit dieser Alternative und den ausgearbeiteten technischen Plänen von OR-Network fand im März 2013 eine weitere Informationsveranstaltung statt, in der wir unser Projekt vorstellten und um die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger Bruchenbrückens baten, um die von OR Network veranschlagte Kostenbeteiligung von € 18.000,-- zu erreichen. Und nun überschlugen sich die Ereignisse:

Im April waren bereits Spendenbereitschaftserklärungen für über € 5.000,-- bei uns eingegangen, da erklärte sich der Magistrat der Stadt Friedberg bereit, € 9.000,-- für das Projekt beizusteuern und als Vertragspartner von OR-Network zur Verfügung zu stehen. Dies löste eine weitere Spendenwelle aus, und bereits im Juli hatten wir unser Ziel erreicht. Anfang September ware alle avisierten Spenden bei der Stadt eingegangen und Anfang November wurde der Vertrag mit OR Network abgeschlossen. Wie uns OR-Network nun mitteilte, wurde die Telekom mit den Vorarbeiten (Bau des Schaltverteilers) beauftragt. Der Bereitstellungstermin wird von Telekom auf Ende März 2014 beziffert, so dass im Anschluss daran der DSLAM und der Empfangsantennenmast von OR-Network gebaut werden kann.
Im Sommer 2014 wird das Projekt dann abgeschlossen sein.

Wir finden: Die gesamte Aktion ist ein schönes Beispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn Bürger, Politiker und Verwaltung an einem Strick ziehen – und zwar alle auf EINER  Seite!

Wir wünschen Ihnen ein gesundes, erfolgreiches und mit 16 Mbit ausgestattetes neues Jahr!

Hans-Peter Kümmel für "BoB"

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