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Freiwillige Feuerwehr Bruchenbrücken

Jahresbericht für das Jahr 2013

Das Berichtsjahr 2013 begann für die zu diesem Zeitpunkt 22 Mann starke Einsatzabteilung eher ruhig. Im Laufe des Jahres stießen 6 neue Kameraden und eine Kameradin zu uns. Tobias Kröhl und Lukas Fuchs wechselten aus der Jugendfeuerwehr zu uns, Stefan Happel und Michael Schutt sind aus Melsungen bzw. Ockstadt nach Bruchenbrücken gezogen, Marta Rutkowska und Ulrich Guth kamen in unsere Reihen und Maik Dingeldey kam nach einer beruflich bedingten Auszeit auch wieder zu uns. Leider mussten wir auch Abgänge verzeichnen. Marta Rutkowska verließ uns aus beruflichen Gründen, Paul Götze hat sein Studium in Münster begonnen und Markus Schaal zog es nach Bad Nauheim. Dieser Personalzuwachs auf teilweise 29 Mann machten Erweiterungen bei den Umkleiden erforderlich. Momentan ist nur noch ein einziger Spind nicht belegt.

Das Jahr nahm also einen ruhigen Anfang bis wir am 23.1. zu unserem ersten Einsatz in die
Ringstrasse zu einer Türöffnung gerufen wurden. Für den Rettungsdienst musste ein Zugang zu einer hilflosen Person im Haus geschaffen werden. Die hauptamtlichen Kräfte aus Friedberg, zu denen auch zwei Kameraden unserer Einsatzabteilung zählen, kamen mit Spezialwerkzeug hinzu. Am 30.1. wurden wir zu einem brennenden Fahrzeug auf der Straße nach Friedberg gerufen. Der Fahrer hatte Brandgeruch im Fahrzeug bemerkt und konnte nach dem Anhalten gerade noch den mitgeführten Anhänger abkoppeln und in Sicherheit bringen. Als wir nach wenigen Minuten an der Einsatzstelle ankamen war das Feuer schon bis in den Innenraum vorgedrungen.                  Nach diesem Einsatz hatten wir Zeit uns auf unsere Ausbildung zu konzentrieren, bis wir am 15.4. an den Bahnhof gerufen wurden. Es handelte sich um einen Suizid auf den Bahngleisen. Hier unterstützten wir den Rettungsdienst und die Bundespolizei.
Drei Tage später wurden wir zu einem schweren Verkehrsunfall in die Vilbeler Straße alarmiert. Schon durch den Unfall verursachten Lärm waren viele Anwohner aufmerksam geworden und zur Hilfe geeilt. Ein PKW Fahrer hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war, nachdem er ein zwölfjähriges Mädchen angefahren hatte, auf dem Fußweg zur Mehrzweckhalle zum Stehen gekommen. Unsere Aufgaben waren das Absichern der Unfallstelle, die Unterstützung des Rettungsdienstes, der Polizei sowie des Unfallsachverständigen und später das Fällen des angefahrenen Baumes am Straßenrand. Der Rettungsdienst war mit 5 Rettungswagen, 2 Notarzteinsatzfahrzeugen sowie 2 Rettungshubschraubern vor Ort. Weiterhin war die Notfallseelsorge vor Ort, um die beiden Freundinnen des Unfallopfers, die Zeugen des Unfalls wurden, zu betreuen.
An 1.7. wurden wir zur nachbarlichen Löschhilfe nach Ossenheim gerufen um die Kameraden, die kein Wasser auf ihrem Fahrzeug mitführen, bei einem Feuer außerhalb der Gemarkung zu unterstützen. Da sich die Einsatzstelle aber direkt neben der Wetter befand, mussten wir nicht eingreifen.
Am 3.7. wurden wir wieder zu einem Einsatz auf der Straße Richtung Friedberg gerufen. Ein Fahrer war nach einem Überholmanöver ins Schleudern geraten und war in den Gegenverkehr geprallt. Das Unfallfahrzeug begann zu brennen und uns wurde mitgeteilt, dass der Fahrer im Fahrzeug eingeklemmt sei. Glücklicherweise konnten alle Personen rechtzeitig aus den Fahrzeugen befreit werden. Hier waren wir mit den Kameraden aus der Kernstadt und einem weiteren Großaufgebot des Rettungsdienstes im Einsatz.
Am 7.7. wurden wir um 23:30 Uhr aus dem Schlaf gerissen. In der Bruchenbrückener Straße drang Rauch aus der Fassadendämmung eines Altbaus. Da sich die Brandstelle direkt hinter
dem Elektrohausanschlusskasten befand wurde ein Kabelbrand vermutet. Der
Bereitschaftsdienst der OVAG nahm deshalb das Viertel außer Betrieb. Nun konnte vorsichtig
die Fassade geöffnet werden und mit der aus der Kernstadt angeforderten Wärmebildkamera
das Feuer abgelöscht werden. Der Hausbesitzer hat sich im Nachgang für den umsichtigen
Einsatz bedankt und die Jugendfeuerwehr in sein Maislabyrinth eingeladen.
Am 16.7. war dann ein Böschungsbrand an der Hanauer Bahnstrecke zu löschen und am 25.7. hatten Anwohner der Görbelheimer Mühle einen Hund in der viel Wasser führenden Wetter
gesichtet. Bei einer Kontrolle der Wetter bis an die Vilbeler Straße war der Hund aber nicht
aufzufinden.
Am 1.8. wurden wir zum Fischteich gerufen. Ein Mann hatte während eines
Spaziergangs mit seiner Tochter gesundheitliche Probleme bekommen und war in den
Fischteich gefallen. Drei am Fischteich angelnde Jugendliche, unter anderem der Kamerad
Fuchs, konnten den Mann zum Ufer bringen, wo ihn Mitglieder der nebenan spielenden
Beachvolleyballgruppe aus dem Wasser zogen. Unsere Aufgaben waren hier das Ausleuchten
der Einsatzstelle und die Unterstützung des Rettungsdienstes bei den fast 40minütigen
Reanimationen des Patienten. Leider ist dieser am nächsten Morgen in der Klinik verstorben.
Unser letzter Einsatz 2013 war am 19.11. Hier war unser Einsatz aber nicht erforderlich.

Insgesamt kam die Freiwillige Feuerwehr Bruchenbrücken bei den 11 Einsätzen auf rund 223
Einsatzstunden.

Einsatzstunden

Im vergangenen Jahr wurden die Bruchenbrückener Kameraden zu elf Brandsicherheitsdiensten eingeteilt.
Zur Kappen- und Kindersitzung des FC Bärenschweiz wurde eine Brandwache gestellt. Zwei Brandsicherheitsdienste wurden bei Veranstaltungen in der Stadthalle gestellt. Die restlichen Dienste wurden während des Historischen Jahrmarkts sowie am Herbstmarkt geleistet. Durch den Ausfall der Notbeleuchtung in der Mehrzweckhalle musste auch die Weihnachtsfeier des RV Torpedo mit einer Wache gesichert werden. Zusammen wurden hier 151 Stunden geleistet.

Anbei eine tabellarische Aufstellung der Brandsicherheitsdienste:

Brandsicherheitsdienste

Das in der letzten Jahreshauptversammlung angekündigte Mannschafttransportfahrzeug wurde im Februar an den Ausrüster geliefert. Anfang März war dann die Wehrführung und der stellvertretende Werkstattleiter der hauptamtlichen Kräfte in Rees an der Holländischen Grenze zur Baubesprechung. Das Fahrzeug wurde dann gemäß unseren Wünschen und Vorgaben ausgebaut und konnte im Oktober bei uns stationiert werden. Die offizielle Übergabe erfolgt wenn ein paar kleinere Restarbeiten erledigt und ein paar bestellte Ausrüstungsgegenstände geliefert sind. Das neue Fahrzeug wurde schon ab Werk mit dem neuen Digitalfunk ausgerüstet. Aus diesem Grund wurde unser Löschgruppenfahrzeug als erstes Fahrzeug der Stadt Friedberg umgerüstet. Im Anschluss wurden die Fahrzeuge der Kernstadt, von Ockstadt und Dorheim umgerüstet. Die anderen Stadtteile folgen Anfang 2014.

Im Jahr 2013 wurden 25 Ausbildungseinheiten abgehalten. In den Unterrichts- und Übungseinheiten wurden tragbare Leitern, Löscheinsätze, technische Hilfeleistung und die Atemschutzüberwachung behandelt. Eine gemeinsame Einsatzübung wurde mit der Kernstadt abgehalten.
Im August wurde eine Übung Wasserförderung über lange Wege durchgeführt. Die Wasserentnahmestelle war die Wetter an der Görbelheimer Mühle, das Ziel war der Hof Landsee im Görbelheimer Grund. Es handelte sich um eine Strecke von ca. 1050m mit einem Höhenunterschied von 30m.
Bei einer weiteren Übung waren wir an der neuen Halle Blackert.
Dazu kamen noch Ausbildungseinheiten zu den Themen Unfallverhütungsvorschriften und das Verhalten an der Einsatzstelle. Jeder Atemschutzgeräteträger besucht einmal jährlich die Atemschutzgewöhnungsstrecke in Bad Nauheim.

Nahezu 682 Stunden Ausbildung auf Standortebene wurden von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bruchenbrücken geleistet. Das Gros der Ausbildungsveranstaltungen wird von der Wehrführung und den Gruppenführern vorbereitet und organisiert, was auch ein nicht unerheblicher Zeitaufwand ist, der in der Statistik nicht eingerechnet ist.

Ferner wurden überörtliche Lehrgänge und Seminare im Wetteraukreis und an der Landesfeuerwehrschule in Kassel besucht und dabei weitere 329 Dienststunden absolviert. Christian Sander besuchte den Gruppenführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule, Michael Stotz besuchte zwei Fortbildungsseminare zum Thema „Bedarfs- und Entwicklungsplan“ und „Presse- und Medienarbeit“ sowie ein Fortbildungsseminar für Zug- und Gruppenführer.

Im Durchschnitt besuchten 15 Kameraden die Übungs- und Unterrichtsveranstaltungen (2012 15). Zusammen leisteten die Kameraden im Jahr 2013 1214,50 Dienststunden, die sich auf Ausbildung 1011,50, Einsätze 223,04, Brandsicherheitsdienste 151. Damit hat jeder einzelne im Durchschnitt 52 Stunden seiner Freizeit für den Feuerwehrdienst aufgebracht, um im Ernstfall unter Einsatz seiner Gesundheit und seines Lebens Hab und Gut seiner Mitmenschen zu schützen und in Notfällen zu helfen. Dies war der Teil, der die öffentlich rechtliche Feuerwehr betrifft.

Nun zu den Ereignissen des Jahres die unseren Verein betrafen:

Wie seit Jahren hat eine Abordnung unseres Vereins auch 2013 die Absicherung des Faschingsumzugs in Friedberg unterstützt.

Im August veranstalteten wir wieder in und um das Feuerwehrhaus unseren samstäglichen Grillnachmittag und am Sonntag den musikalischen Frühschoppen. In diesem Jahr mussten wir das Fest um eine Woche nach hinten verlegen, da wir uns sonst mit dem Tag der offenen Tür der Kernstadtwehr überschnitten hätten. An dieser Stelle möchte ich mich beim Turnverein bedanken, der deshalb sein Beachvolleyballturnier schon im Juli veranstaltete. Samstagmittag wurde wie immer die traditionelle Erbsensuppe angeboten. Zur Kaffeezeit lockte ein umfangreiches Küchenbuffet und am Abend konnte man sich Spezialitäten von Grill schmecken lassen. Selbstverständlich konnte auch der Durst an der Getränketheke gestillt werden. Die Kinder wurden mit verschiedenen Spielen, einem Maltisch und natürlich einer Hüpfburg bestens unterhalten. Aber auch die Ausstellung des Löschgruppenfahrzeuges mit seiner Ausrüstung ist ein interessanter Anlaufpunkt. Ab 20 Uhr öffnete dann die Cocktailbar ihre Pforten, in der verschiedene alkoholische und alkoholfreie Cocktails probiert werden konnten. Auch in diesem Jahr mussten wieder zahlreiche Bestellungen von den gut eingespielten Cocktailmixern bewältigt werden. Am Sonntagmorgen spielte der Musikzug Nieder Wöllstadt auf. Zum Mittagstisch wurden diesmal Bratenvariationen angeboten. Leider war der Sonntag verregnet, was sich auf den Besuch natürlich ausgewirkt hat. Um die Besucher mit ihrem Essen trocken ins Zelt zu bringen, wurde kurzerhand ein Regengeleit eingeführt und die Kasse wetterbedingt in die Fahrzeughalle verlegt. Trotzdem kann die Veranstaltung als voller Erfolg gewertet werden. Die Mannschaft der Einsatzabteilung, unterstützt durch die Kameraden der Ehren- und Altersabteilung und Jugendfeuerwehren sowie die Ehefrauen und Partner der Kameraden trugen zum Gelingen dieser Veranstaltung bei.

Das Zeltlager der Einsatzabteilung hat sich etabliert und so fuhr wieder eine Gruppe aus der Einsatzabteilung für 5 Tage nach Roth am See. Außerdem haben wir einen Ausflug der Einsatzabteilung nach Königschaffhausen am Kaiserstuhl unternommen. Auch hier hatten wir Glück, dass der Regen während unseres Aufenthalts eine Pause eingelegt hat. Im November unterstützten wir montags die KITA Regenbogen und dienstags die Schule bei ihren Sankt Martinsumzügen. Da der Feuerplatz an der Steinrutsch nicht mehr da ist, wanderten die Kinder zum Garten von Thomas Meyer am Sportplatz. Hier wurden sie schon mit einem brennenden Feuer empfangen, um bei Getränken und kleinen Snacks noch verschiedene Lieder zu singen. Hinterher haben wir das Feuer natürlich auch wieder ordnungsgemäß gelöscht.

Seit Jahren verwandelt sich das Feuerwehrhaus an einem Samstag in der Vorweihnachtszeit in die Weihnachtsbäckerei. Hier werden dann von verschiedenen Weihnachtselfen größere Mengen Plätzchen gebacken, sodass bei den Weihnachtsfeiern der Abteilungen jeder ein Tütchen mit nach Hause nehmen kann.

Auch der lebendige Adventskalender ist mittlerweile eine feste Größe im Vereinskalender. Am 12. Dezember wurde wieder eine Episode der diesjährigen Geschichte gelesen, und das von Thomas und Sandra Meyer entworfene und gebastelte Fenster gezeigt. Anschließend konnte man sich im Feuerwehrhaus bei heißem Apfelwein, Kinderpunsch, Schmalzbrot und heißen Würstchen aufwärmen.

Im Jahr 2013 feierten Thomas Meyer und Sven Berthold ihr 25. aktives Jahr in unserem Verein.  Ihr 25. Jähriges Vereinsjubiläum feierten:
Marlene Leinweber, Rolf Wintersohl, Michael Schuld, Wolfgang Scheer, Karl Keil, Harald Dimmer, Alexander Lenhart, Rainer Krüger und Martin Hergenröder

50 Jahre Mitglied des Vereins sind:
Richard Best, Werner Bickert, Horst Eckert, Karlheinz Hoffmann, Bruno Kosch, Walter Lebeau, Rainer Roth und Karlheinz Schreff

Leider mussten wir auch Mitglieder aus unseren Reihen verabschieden.
Verstorben sind 2013 folgende Mitglieder:
Karl-Heinz Hoffmann, Herbert Metzger, Lotti Miethgen, Horst Stürtz, Norbert Best und Erhard Klug

Zum Abschluss meines Berichtes möchte ich mich für die Unterstützung meiner Kameraden bedanken, die im vergangenen Jahr wieder viele Stunden bei der Feuerwehr geleistet haben. Hier möchte ich auch ausdrücklich die Kameraden der Ehren- und Altersabteilung einschließen, die uns auch mit einem sehr hohen Engagement unterstützen. Des Weiteren danke ich den Mitgliedern des Feuerwehrausschusses, meinem Stellvertreter Sven Berthold, Stadtbrandinspektor Michael Stotz und seinem Vertreter Bernd Wagner und dessen Nachfolger Sebastian Lang sowie unserem Amtsleiter Jürgen Schlerf für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr.

Außerdem bedanke ich mich beim Stadtverordnetenvorsteher Henrik Hollender, Bürgermeister und Dezernent Michael Keller, dem ersten Stadtrat Peter Ziehbart sowie den städtischen Gremien für die Zusammenarbeit und ihr Interesse an der Feuerwehrarbeit. Dies gilt ganz besonders auch für die Ortsvorsteherin Andrea Ulrich-Hein, die immer ein offenes Ohr für die Belange der Brandschützer und vor allem auch für die Jugendfeuerwehr hat.
Auf Seiten der Feuerwehren bedanke ich mich bei Kreisbrandinspektor Otfried Hartmann, seinem Stellvertreter Michael Kinnel, den Kameraden aus dem Friedberger Wehrführerausschuss, den befreundeten bzw. benachbarten Feuerwehren und den eng verbundenen Rettungs- und Hilfsorganisationen (DRK, JUH, ASB, THW und DLRG) für das gute Verhältnis und ihrer Unterstützung bei unserer Arbeit.

23.02.2014 Christoph Meyer

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