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Freiwillige Feuerwehr Bruchenbrücken

Jahresbericht für das Jahr 2014

Das vergangene Jahr war für die Einsatzabteilung ein eher ruhiges Jahr. Wir mussten zu zehn Einsätzen ausrücken, hatten aber zum Glück keine Einsätze mit Personenschäden und auch sonst eher kleinere Einsätze. Unsere Personalstärke ist stabil, da aber unsere neuen Kameraden und Kameradinnen noch nicht die notwendigen Lehrgänge besuchen konnten sind diese noch nicht zum Einsatzdienst zugelassen. Im letzten Jahr hatten wir drei Abgänge, Marcel Wagner und Christian Sander sind aus Bruchenbrücken weggezogen, Klaus Blackert ist in die Ehren und Altersabteilung gewechselt. In die Einsatzabteilung eingetreten sind Frederike Scheer aus unserer Jugendfeuerwehr sowie Björn Schmidt der im Neubaugebiet sein Eigenheim errichtet hat.

EinstazDer Hilferuf zu unserem ersten Einsatz ereilte uns während der Vorbereitung der letzten Jahreshauptversammlung im Januar. Ein Bürger informierte uns über ein Feuer auf einem Grundstück in Richtung Fischteich. Der Stadtbrandinspektor und mein Stellvertreter schauten nach dem rechten. Es handelte sich um beaufsichtigtes Feuer und es waren keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Der nächste Einsatz war dann erst im April, im Studentenwohnheim in Fauerbach war es zu einem Zimmerbrand gekommen. Der Bewohner des Zimmers musste aus dem Brandraum gerettet werden. Hier wurden wir neben Ossenheim alarmiert um den Kameraden aus der Kernstadt zur Seite zu stehen. Der folgende Einsatz am 16.4. 14 war auch für uns ein Novum. Das Einsatzstichwort lautete „Person droht zu springen“. In der Hans Böckler Str. war es zur Beziehungsstreitigkeiten gekommen, in deren Verlauf einer der Kontrahenten drohte sich aus dem Fenster zu stürzen. Bei unserem Eintreffen hatte aber die inzwischen eingetroffene Polizei den Sprung verhindern können so dass wir auch hier nicht eingreifen mussten. Am 17.5. 14 stand die Ausbildungseinheit für die Atemschutzgeräteträger auf dem Programm. Während der Vorbereitungen im Feuerwehrhaus klingelte das Telefon und die Leitstelle informierte uns über einen mit Wasser vollgelaufenen Keller in der Wingertstrasse. Durch einen Rohrbruch an der Zentralheizung wurde der Keller ca. 10cm hoch mit heißem Wasser geflutet. Hier haben wir dann bei saunahaften Bedingungen  mit Tauchpumpen und Wassersaugern den Keller trocken gelegt.
Auch beim nächsten Einsatz im Juli handelte es sich um einen Keller mit zu viel Wasser auf dem Boden. Aufgrund eines Unwetters wurde der Keller aufgrund  zurückstauenden Wassers durch den Kanaleinlauf geflutet. Bei unserem Eintreffen hatte ein Großteil des Wassers den Keller auf demselben Weg wieder verlassen. Wir mussten nur tieferliegende Bereiche Absaugen oder mit Wasserschiebern in den Kanal befördern. Am 21.7. wurden wir gegen 23 Uhr zum Bahnhof gerufen. Vandalen hatten die Bahnhofsuhr zerschlagen, den Jägerzaun demoliert und Teile des Zauns in der Betonbox für Streugut entzündet. Das Feuer konnte mit der Kübelspritze gelöscht werden. Nach einer Ruhephase bis Dezember wurden wir am 12. Dezember wieder in die Wingertstrasse gerufen. Hier stand zum dritten Mal in diesem Jahr Wasser in einem Keller und auch hier wurde mittels Tauchpumpen und Wassersaugern das Unheil beseitigt. Während der Vorbereitungen zum Adventsfenster am 17.Dezember wurden wir zum Hasenbergweg gerufen. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatte hier eine Ölspur am Abzweig von der Hauptstraße festgestellt. Hier wurde mit Bindemittel das ausgelaufene Öl aufgenommen. Bei unserem letzten Einsatz in der Nacht zum 2. Weihnachtsfeiertag wurden wir zur Nachbarschaftshilfe nach Ossenheim gerufen. Hier stand die erste Etage eines Einfamilienhauses in Flammen. Die Kameraden aus Ossenheim konnten die Bewohner rechtzeitig in Sicherheit bringen und mit dem Löschangriff beginnen. Zusammen mit den Kameraden aus Bauernheim und der Kernstadt wurde das Feuer gelöscht.

Insgesamt kam die Freiwillige Feuerwehr Bruchenbrücken bei den 10 Einsätzen auf rund 84 Einsatzstunden.

Einsatzstunden

Im vergangenen Jahr wurden die Bruchenbrückener Kameraden zu 6 Brandsicherheitswachen eingeteilt. Die erste Veranstaltung war die Sitzung der Ossenheimer Wäldcheskappe, die 2014 ja in Bruchenbrücken stattfand und zu Kappen- und Kindersitzung des FC Bärenschweiz. Ein Brandsicherheitsdienst wurde  bei einer Veranstaltung in der Stadthalle gestellt. Die restlichen beiden Dienste wurden am Herbstmarkt geleistet. Zusammen wurden hier 99 Stunden geleistet. Anbei eine tabellarische Aufstellung der Brandsicherheitsdienste:

Dienste

Im Jahr 2014 wurden 25 Ausbildungseinheiten abgehalten. In den Unterrichts- und Übungseinheiten wurden tragbare Leitern, Löscheinsätze, technische Hilfeleistung und die Atemschutzüberwachung behandelt. Eine gemeinsame Einsatzübung wurde mit der Kernstadt an der neuen Maschinenhalle Blackert abgehalten. Dazu kamen noch Ausbildungseinheiten zu den Themen Unfallverhütungsvorschriften und das Verhalten an der Einsatzstelle. Jeder Atemschutzgeräteträger besucht einmal jährlich die Atemschutzgewöhnungsstrecke in Bad Nauheim.

Nahezu 775 Stunden Ausbildung auf Standortebene wurden von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bruchenbrücken geleistet. Das Gros der Ausbildungsveranstaltungen wird von der Wehrführung und den Gruppenführern vorbereitet und organisiert, was auch ein nicht unerheblicher Zeitaufwand ist, der in der Statistik nicht eingerechnet ist.

Michael Stotz und Christoph Meyer besuchten ein Seminare zum Thema „Social Media“. Hier wurde sehr deutlich dass der Umgang mit den neuen Medien wichtig ist, aber auch die gesetzlichen Vorgaben beachtet werden müssen. Ein Thema das hier und da einzelnen offensichtlich nicht bewusst ist.

2014 haben wir die Kreisverbandsversammlung des Wetteraukreises in der Mehrzweckhalle Bruchenbrücken ausgerichtet. Im Vorfeld mussten hier die Tonanlage aufgebaut, der Saal bestuhlt und während der Versammlung bewirtet werden. Aufgrund der Parksituation um die Halle und der erwarteten Anzahl von Feuerwehren aus dem Wetteraukreis haben wir einen Fahrdienst mit sechs Mannschaftstransportfahrzeugen eingerichtet. Diese hatten wir nebst Fahrer bei den anderen Stadtteilen ausgeliehen. Mit Parkeinweisern an den Ortseingängen und Beschilderung im Ort ist es uns gelungen die Fahrzeuge auf die Parkplätze am Sportplatz, der alten Turnhalle und den Park und Ride Parkplatz am Bahnhof zu verteilen. Da es an diesem Nachmittag sehr regnerisch war kam der Fahrdienst sehr gut an. Prominente Gäste wie die Landesministerin Lucia Puttrich, Bundestagsmitglied Oswin Veith, um nur zwei zu nennen, sowie weitere Mitglieder des Bundes-, Landes- und Kreistages sowie der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes konnten an diesem Tag von Ortvorsteherin Andrea Ulrich Hein als höchste anwesende Würdenträgerin der Stadt Friedberg begrüßt werden. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle beim Turnverein, der sein Volleyballheimspiel an diesem Tag in die Sporthalle Ockstadt verlegt hat, beim FC Bärenschweiz für die Entleihe der Tonanlage zur Beschallung sowie bei den Fahrern der Shuttlefahrzeuge aus den anderen Stadteilen.

Zur Kameradschaftspflege besuchten wir die Kameraden aus Nieder Wöllstadt bei ihrem Kommersabend und der Hüttengaudi, die anlässlich des Vereinsjubiläums dort veranstaltet wurden. Außerdem waren wir beim Kreisverbandsfest des Wetteraukreises in Glauberg zugegegen. Abordnungen besuchten verschiedene andere Festlichkeiten der umliegenden Feuerwehren um auch hier den Kontakt mit den Nachbarn zu halten.

Jugend

Weitere Aufgaben der Einsatzabteilung in diesem Jahr waren die Ausrichtung des Stadtwettbewerbs der Jugendfeuerwehren am Sportplatz im Juli sowie die Abschlussübung der Jugendfeuerwehren auf den Windhöfen und die anschließende Verpflegung am Feuerwehrhaus.

2014 mussten wir unseren Tragkraftspritzenanhänger ausmustern. Für das betagte Fahrzeug waren auch nach langer Suche keine neuen Reifen mehr zu bekommen. Ein Umbau machte aus verschiedenen Gründen auch keinen Sinn. Hier werden wir versuchen eine Ersatzbeschaffung bei der wir die beiden verbliebenen Anhänger gegen einen neuen austauschen, zu realisieren.

Im Durchschnitt besuchten 20 Kameraden die Übungs- und Unterrichtsveranstaltungen (2013 15). Zusammen leisteten die  Kameraden im Jahr 2014 1067 Dienststunden, die sich auf Ausbildung 771, Einsätze 84, Brandsicherheitsdienste 99 aufteilen. Damit hat jeder einzelne im Durchschnitt 42 Stunden seiner Freizeit für den Feuerwehrdienst aufgebracht, um im Ernstfall unter Einsatz seiner Gesundheit und seines Lebens Hab und Gut seiner Mitmenschen zu schützen und in Notfällen zu helfen.

Auch das Vereinsleben gestaltete sich rege. Nach der Jahreshauptversammlung des letzten Jahres war eine Mannschaft Vereinsmitglieder mit der Absicherung des Fastnachtszuges durch Friedberg beauftragt. Zusammen mit den Kameraden der DLRG wurde der Bereich der Kaiserstrasse abgesichert.

Zum Zeltlager der Einsatzabteilung brach wieder eine Gruppe auf, um auf dem Zeltplatz in Nieder Moos den Ausflug zu genießen.

WeihnachtsbäckereiIm August fand das tradionelle Grillfest am Feuerwehrhaus statt. Wie in jedem Jahr begann das Fest am Samstagmittag mit Erbsensuppe und Würstchen. Im weiteren Tagesverlauf haben wir unsere Gäste mit einem umfangreichen Kuchenbuffett und ab 17 Uhr mit Spezialitäten vom Grill verwöhnt. Durst konnte an der Getränketheke und später in der Cocktailbar gestillt werden. Für unsere kleinen Gäste standen eine Hüpfburg und verschiedene Spiele bereit. Am Sonntagmorgen spielte der Musikzug Niddatal zum musikalischen Frühschoppen auf. Auch hier konnten wir wieder viele Gäste begrüßen, die sich die angebotenen Schnitzel schmecken lassen wollten. Die Mannschaft der Einsatzabteilung, unterstützt durch die Kameraden der Ehren und Altersabteilung und Jugendfeuerwehren und natürlich die Ehefrauen und Partner der Kameraden tragen zum Gelingen dieser Veranstaltung bei.

Auch beim Entenrennen des FCB haben wir wieder teilgenommen. In diesem Jahr überquerte unsere Vereinsente als zweite die Ziellinie.

WeihnachtsbäckereiEnde November verwandelte sich unser Feuerwehrhaus wieder in eine Weihnachtsbäckerei. Unterstützt durch unseren Reporter Harald Schuchardt wurde von den Kameraden der Einsatzabteilung und ihren Kindern wieder an die 2000 Plätzchen gebacken um bei den Weihnachtsfeiern jedem ein Tütchen mit Selbstgebackenem mitzugeben.

Auch der lebendige Adventskalender ist mittlerweile eine feste Größe im Vereinskalender.  Am 17. Dezember wurde wieder eine Episode der diesjährigen Geschichte gelesen und das von Thomas und Andreas Meyer entworfen und gebastelte Fenster gezeigt. Anschließend konnte man sich im Feuerwehrhaus bei Feuerwehrzangenbowle, Kinderpunsch, Schmalzbrot und gegrillten Würstchen aufwärmen.

2014 fanden 5 Vorstandsitzungen statt, in denen die Geschicke des Vereins gelenkt wurden. Hier konnten die Entscheidungen fast immer einstimmig getroffen werden. Außerdem besuchten wir die Sitzung des Vereinsrings.

Im Jahr 2014 wurden bei verschiedenen Anlässen wie Goldene und Diamantene Hochzeiten Vereinsmitgliedern Präsente überreicht sowie bei Beerdigungen ein Grabschmuck überreicht.

Ihre 25. jährigen Vereinsjubiläen feierten:
Bernd Wolf, Hannelore Wolf, Helga Kniese, Rudi Kniese und Sabine Meyer

50 Jahre Mitglied des Vereins sind:
Manfred Buczkowski, Ulrich Stürtz, Karl- Heinz Seebach

Leider mussten wir auch Mitglieder aus unseren Reihen verabschieden.

Verstorben sind 2014 folgende Mitglieder:
Wolfgang Lehr, Martha Neudert, Günter Emmerich, Marie Adler und Horst Unverzagt.

Zum Abschluss meines Berichtes möchte ich mich für die Unterstützung meiner Kameraden bedanken, die im vergangenen Jahr wieder viele Stunden mit viel Engagement bei der Feuerwehr geleistet haben. Hier möchte ich auch ausdrücklich die Kameraden der Ehren und Altersabteilung einschließen, die uns auch mit großem Einsatz unterstützen. Besonderen Dank an dieser Stelle möchte ich allen aussprechen die uns durch das zur Verfügung stellen von Örtlichkeiten und oder Gerätschaften bei unseren Ausbildungsveranstaltungen unterstützen. Des Weiteren danke ich den Mitgliedern des Feuerwehrausschusses, meinem Stellvertreter Sven Berthold, Stadtbrandinspektor Michael Stotz und seinem Vertreter Sebastian Lang sowie unserem Amtsleiter Jürgen Schlerf für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr.

Außerdem bedanke ich mich beim Stadtverordnetenvorsteher Henrik Hollender, Bürgermeister und Dezernent Michael Keller dem ersten Stadtrat Peter Ziehbart sowie den städtischen Gremien für die Zusammenarbeit und ihr Interesse an der Feuerwehrarbeit. Dies gilt ganz besonders auch für die Ortsvorsteherin Andrea Ulrich-Hein, die immer ein offenes Ohr für die Belange der Brandschützer und vor allem auch für die Jugendfeuerwehr hat.

Auf Seiten der Feuerwehren bedanke ich mich bei Kreisbrandinspektor Otfried Hartmann, seinem Stellvertreter Michael Kinnel, den Kameraden aus dem Friedberger Wehrführerausschuss, den befreundeten bzw. benachbarten Feuerwehren und den eng verbundenen Rettungs- und Hilfsorganisationen (DRK, JUH, ASB, THW und DLRG) für das gute Verhältnis und ihrer Unterstützung bei unserer Arbeit.

08.02.2015 Christoph Meyer

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