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"Angenagt und durchgebissen!"

1. Bärenschweizer-Biber-Safari 2017

Erst kürzlich wurden auf den Grundstücken an der L3351 (Römerstraße, Ortsausgang Bruchenbrücken) Bissspuren eines Bibers gesichtet.

Dies machte uns neugierig und wir wollten der Sache einmal näher auf den Grund gehen.

Am Samstag den 07.01.2017 starteten wir, Juhu mein Spurenleser und ich, zu unserer ersten Biber-Safari an der Wetter.

Ausgangspunkt war die Fischereigrenze Assenheim, von der wir uns aus stromaufwärts Richtung Görbelheimer Mühle vorarbeiteten.

FischreierZiemlich enttäuschend der erste Streckenabschnitt zwischen der Fischereigrenze Assenheim und der Mühle am Steg. Weit und breit waren keine Biber-Bissspuren zu finden, nicht einmal der sonst so präsente Kormoran, Vogel des Jahres 2010 (Lieblingsvogel der Fischer und Angler) wollte sich uns zeigen. Lediglich ein Graureiher ergriff die Flucht als wir ihm aus seiner Sicht, zu nahe kamen.

An der Mühle am Steg angekommen knipste ich missmutig ein paar Bilder, um die steif gewordenen Finger ein wenig zu bewegen und zu kontrollieren, ob die Fotoausrüstung bei den Minusgraden noch nicht schlapp gemacht hatte.

Als ich am Wehr, vom Steg aus Richtung Ufer schaute, glaubte ich erste Bissspuren eines Bibers zu erkennen. Juhu, der schon einige Schritte vorgepirscht war, hörte ich aus der Ferne irgendetwas mit "B..r! … Bi.r.h..r!" rufen.

BaumMeine Ohren glaubten im Getöse des Wehres ein "Bier hier", "Hier gibt’s Bier" oder ähnliches gehört zu haben. Ich muss wohl trotz klirrender Kälte sehr durstig gewesen sein. ;-)

Schnell war aber klar, dass mir meine Sinnesorgane einen Streich gespielt hatten. Juhu rief:"Hier war ein Biber!"

Als ich Juhu am anderen Ufer erreichte, konnte ich mich selbst davon überzeugen.  "Angenagt und durchgebissen!", - wir waren auf der richtigen Spur.

RutscheNur wenige Meter flussaufwärts kamen wir nicht mehr aus dem Staunen heraus. Unglaublich, was der Biber ab hier geleistet hatte. An unzähligen Stellen waren Bissspuren an den Bäumen zu sehen. Kleinere Bäume waren bis auf die Stümpfe, wenige Zentimeter über dem Boden, wohin auch immer, verschwunden.

Im Bereich der Panzerbücke sichteten wir einige Biberrutschen. Sie dienen dem Biber normalerweise zum Hineingleiten in das Wasser wie auch zum Herauskommen an Land.
Warum der Biber gerade in diesem Bereich so viele Rutschen gebaut hat, ist mir rätselhaft, zumal sich an diesen Stellen keine Bäume befinden. Ich kann nur vermuten, dass sich der Pflanzenfresser von den krautigen Gewächsen im angrenzenden Feld ernährt.

MarkeAuf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zu dem Grundstück an der L3351, dem Ort des Geschehens, auf dem vor wenigen Tagen scheinbar alles so harmlos begann.
Der noch vor kurzem angenagte Apfelbaum auf dem Grundstück des „Bärenschweizer-Beach-Club“ ist mittlerweile gefällt und wurde mit einer Marke versehen.

Juhu, mein Spurenleser, deutete dies als eine Art der Revier-Markierung des Bibers.

Ich sage, alles Quatsch, meiner Theorie nach hat die Marke folgende Bedeutung:
"Für Hunde nicht mehr zu gebrauchen,  Baum Nr. 7324" ;-)

Auf dem Nachbargrundstück wurden die Bäume bzw. deren Stämme vorsorglich mit Biberschutzgitter versehen, ob die Maßnahme Wirkung zeigt werden wir in den kommenden Wochen beobachten.

Am WehrAls wir noch einmal am Wehr vorbeigehen betrachte ich die Anhäufung von Bäumen und Ästen, der ich anfangs keine größere Bedeutung geschenkt hatte.

Jetzt, nachdem ich die Aktivitäten des Bibers flussaufwärts gesehen habe, kommt bei mir der Verdacht auf, dass der Nager versucht einen Damm zu errichten.

Mit solch einem Damm versucht der Biber, den Wasserstand über dem Eingang zum Wohnbau von etwa einem halben Meter sowie einen sichernden Wasserbereich um die Burg herum zu gewährleisten.

Die Burg selbst konnten wir nicht entdecken, vielleicht haben wir Sie vor lauter Bäumen übersehen.

"Wir bleiben am Ball - in jedem Fall!"

14.01.2017 Euer Safari Team Juhu & WC

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Fotos: W.Christahl

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