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Freiwillige Feuerwehr Bruchenbrücken

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Jahresbericht für das Jahr 2017

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Im Gegensatz zu 2016 verzeichnete die Statistik 2017 mehr Einsätze. Zu 13 Einsätzen wurden wir gerufen, hier waren an zwei Tagen mit stürmischen Wetter bzw. Starkregen gleich mehrere Einsatzstellen abzuarbeiten. Es handelte sich um umgestürzte Bäume oder Windbruch, sowie Wasser in Kellern und Gebäuden. Der spektakulärste Einsatz 2017 fand am 20.5. statt. Wir wurden Samstags gegen 11:30 Uhr in die Bertolt-Brecht-Straße gerufen. Vor Ort angekommen bot sich uns ein eindrucksvolles Bild. Starker Rauch drang aus allen Fenstern des 1. Obergeschosses, zum Teil waren auch Flammen deutlich zu sehen. Glücklicherweise hatte sich zu diesem Zeitpunkt die anwesende Bewohnerin schon aus dem Haus retten können. Zusammen mit den Kameraden der Kernstadt, Ossenheim und Bauernheim konnten wir das Feuer löschen. Es wurde eine Brandwache bis 19:30 Uhr gestellt, in deren Verlauf gegen 15:30 Uhr noch einmal nachgelöscht werden musste.

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Brand in der Bertolt-Brecht-Straße (Fotos: TC)

Unsere Personalstärke ist stabil bei 25 Mann und durch verschiedene Lehrgänge konnte der Ausbildungsstand wieder verbessert werden. 2017 gab es zwei Abgänge, Lukas Fuchs ist aufgrund seines Studiums nach Marburg gegangen und Daniel Keseberg ist nach Ilbenstadt gezogen. Erfreulicherweise gab es aber auch einen Zugang. So stieß im Lauf des Jahres Markus Heberkerl zu uns, der im Neubaugebiet sein Haus gebaut hat.

Insgesamt kam die Freiwillige Feuerwehr Bruchenbrücken bei den 13 Einsätzen auf rund 184:58 Einsatzstunden.

Einsatzstunden

Im vergangenen Jahr wurden die Bruchenbrückener Kameraden zu 4 Brandsicherheitswachen eingeteilt. Die ersten Veranstaltungen waren Kappen- und Kindersitzung des FC Bärenschweiz. Die beiden anderen Dienste wurden am Herbstmarkt geleistet.
Zusammen wurden hier 64:30 Stunden geleistet.

Brandsicherheitswachen

Über das ganze Jahr wurden die Ausbildungsveranstaltungen gemäß dem erstellten Ausbildungsplan durchgeführt. Im ersten Quartal schulen wir immer die Grundtätigkeiten wie Leitern, Löschen oder die Technische Hilfeleistung. Darauf aufbauend folgen dann Übungen auch mit Einsatzcharakter. Am 30.9. stand wieder die Ausbildungseinheit für die Atemschutzgeräteträger auf dem Programm. Hier wurde neben dem Strahlrohrtraining und verschiedenen kleine Übungen im Bunker des Feuerwehrhauses Friedberg das Absuchen von Räumen für die Menschrettung geübt. Als Ausbilder konnten wir den Kameraden Keseberg als Gastdozenten verpflichten. Jeder Atemschutzgeräteträger besucht zusätzlich einmal jährlich die Atemschutzgewöhnungsstrecke in Bad Nauheim.

Weitere Themen waren Schneiden und Trennen, Retten und Selbstretten oder auch die Übung an den Digitalfunkgeräten sowie eine gemeinsame Übung mit den Kameraden aus Ossenheim. An dieser Stelle möchte ich Markus Möller danken, der uns sein beschädigtes Haus für diese Übung zur  Verfügung gestellt hat. Insgesamt wurden 24 Ausbildungseinheiten abgehalten.
Nahezu 1056 Stunden Ausbildung auf Standortebene wurden von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bruchenbrücken geleistet. Das Gros der Ausbildungsveranstaltungen wird von der Wehrführung und den Gruppenführern vorbereitet und organisiert, was auch ein nicht unerheblicher Zeitaufwand ist, der in der Statistik nicht eingerechnet ist.

Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Stadt Friedberg fand 2017 in der Mehrzweckhalle Bruchenbrücken statt.

Die Ausmusterung der beiden alten Anhänger konnte leider 2017 noch nicht realisiert werden. Da die Beschaffung der Anhänger an sich teurer wurde als eingeplant, war das Budget nicht mehr ausreichend, um auch die nötigen Rollcontainer im gleichen Jahr zu beschaffen. Dies soll jetzt 2018 passieren, so dass wir den Anhänger in diesem Jahr in Dienst stellen können.

Als öffentlich-rechtliche Feuerwehr sind wir auf eine gute Zusammenarbeit mit den städtischen Einrichtungen angewiesen. Hier baute sich über die letzten Jahre ein zunehmender Stau an unerledigten Dingen an, die zu Unzufriedenheit im Wehrführerausschuss führen und zum Teil bis in die Mannschaft durchschlagen.
Eines der Probleme stellt seit einiger Zeit die Arbeit des Stadtbauamtes dar. Diverse Umbau- und Reparaturarbeiten liegen seit Jahren an, es werden jährlich Anmeldungen eingereicht, aber nichts gemacht. Beispielhaft ist hier die Abgasabsaugeinrichtung. Bei der Installation der Anlage vor einigen Jahren wurde die Verschindelung auf der Außenseite entfernt, um dem Auslass einzubauen. Allerdings wurde sie nie an das Rohr angepasst, so das die Fassade an dieser Stelle ungeschützt ist. Unser neues Fahrzeug steht seit drei Jahren im Haus, seitdem lässt die Anpassung der Anlage auf sich warten. Die Schließanlage in allen Feuerwehrhäusern wird seit drei Jahren geplant, eingebaut und ist immer noch nicht fertig. Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf. Auch auf Seiten des Ordnungsamtes dauert manches auf den ersten Blick trivialer Dinge gefühlte Ewigkeiten. Auch ist den Mitarbeitern der Stadtverwaltung nicht beizubringen, dass wir unsere Tätigkeiten ehrenamtlich machen und deshalb Termine in der Dienstzeit des Rathauses nur schwer realisierbar sind, da jeder von uns auch noch einen Arbeitgeber hat, der seine Aufgaben auch erledigt haben möchte. Beispielhaft die Zusammenarbeit von Ordnungsamt und Stadtbauamt nach Eingang des Prüfberichtes des technischen Prüfdienst. Es sollte besprochen werden welche Maßnahmen für 2018 durchgeführt werden müssen, um Gelder einzustellen. Es war kein Termin zu finden an dem die Leiter der Feuerwehr hätten teilnehmen können. Kenntnis über die Ergebnisse dieser Besprechung zwischen Amtsleitung Ordnung- und Stadtbauamt liegt bis heute nicht vor.
Die Summe dieser ganzen Unzulänglichkeiten nahm dann unser Standbrandinspektor zum Anlass sein Amt überraschend niederzulegen. Plötzlich standen wir ohne Führung da. Bei den anschließenden Sitzungen hatte man nicht den Eindruck als hätte man verstanden wie man die Probleme lösen könnte. Glücklicherweise hat sich der Stadtbrandinspektor nach intensiven Gesprächen mit dem Bürgermeister entschlossen sein Amt weiterzuführen. Eigentlich sollte unsere Aufgabe im Abwenden von Gefahren von der Bevölkerung liegen und nicht im Warten auf das Rathaus und im Erledigen diverser Verwaltungsaufgaben.

Im März besuchten Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung das Heizkraftwerk West der Mainova in Frankfurt. Hier wurde uns bei einer sehr eindrucksvollen Führung der Weg des elektrischen Stroms bis zur Steckdose im Haus erklärt.

Jugend
Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung im Heizkraftwerk West der Mainova (Foto: FFB)

Im Oktober wurden die neuen Digitalen Meldeempfänger für alle Stadtteile geliefert, beschriftet, konfiguriert und an die Kameraden der Einsatzabteilungen ausgeliefert. Seit dem 3.11.17 wird in der Stadt Friedberg nun digital alarmiert.

Am 16.12. nahmen die Kameraden Sven Berthold, Maik Dingeldey, Volker Scheer und Christoph Meyer an einem Seminar zum Thema „Patientengerechtes Retten“ teil. Hier wurde an drei Fahrzeugen, eins auf den Rädern, eins auf der Seite und eins auf dem Dach liegend, verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, verunfallte Personen aus ihren Fahrzeugen zu befreien.

Folgende Lehrgänge wurden von den Kameraden besucht:

KFV Wetterau - Truppmann I: M. Kröhl, D. Grünewald, F. Götzl

KFV Wetterau - Atemschutzgeräteträger: S. Happel

KFV Wetterau - Sprechfunk: B. Schmidt

KFV Wetterau - Motorsägenführer: S. Jüngling

KFV Wetterau - Bahn I: T. Kröhl

Die genannten Kameraden haben alleine hier zusammen 284 Stunden aufgewendet.

Im Durchschnitt besuchten 16 Kameraden die Übungs- und Unterrichtsveranstaltungen (2016 19). Zusammen leisteten die Kameraden im Jahr 2017 1622 Dienststunden, die sich auf Ausbildung 1373, Einsätze 184,58, Brandsicherheitsdienste 64,5 aufteilen. Damit hat jeder einzelne im Durchschnitt 64,92 Stunden seiner Freizeit für den Feuerwehrdienst aufgebracht, um im Ernstfall unter Einsatz seiner Gesundheit und seines Lebens Hab und Gut seiner Mitmenschen zu schützen und in Notfällen zu helfen.

Auch das Vereinsleben gestaltete sich rege. Nach der Jahreshauptversammlung des letzten Jahres war eine Mannschaft Vereinsmitglieder mit der Absicherung des Fastnachtszuges durch Friedberg beauftragt. Zusammen mit den Kameraden der DLRG wurde der Bereich der Kaiserstrasse abgesichert.

Zum Zeltlager der Einsatzabteilung brach wieder eine Gruppe auf, um auf dem Zeltplatz in Koblenz den Ausflug zu genießen.

Jugend
Jugendfeuerwehr (Foto: FFB)

Am Vatertag unternahmen wir wieder eine Radtour durch die Wetterau. Da die Feuerwehren aus Nieder- und Oberflorstadt mittlerweile im gleichen Haus wohnen wurde beschlossen die Tour etwas zu erweitern. So besuchten wir zuerst die Kameraden in Dorn Assenheim und fuhren anschließend nach Echzell, um dort zu Mittag zu essen. Dann ging es weiter zu den Kameraden nach Florstadt zu Kaffee und Kuchen. Traditionell endete die Radtour am Fischteich.

Im August fand das traditionelle Grillfest am Feuerwehrhaus statt. Wie in jedem Jahr begann das Fest am Samstagmittag mit Erbsensuppe und Würstchen. Im weiteren Tagesverlauf haben wir unsere Gäste mit einem umfangreichen Kuchenbuffett und ab 17 Uhr mit Spezialitäten vom Grill verwöhnt. Durst konnte an der Getränketheke und später in der Cocktailbar gestillt werden. Am Samstag nachmittag kamen die Kinder aus der KITA Regenbogen, um unter der Leitung von Regina Abend verschiedene Lieder zu singen. Für unsere kleinen Gäste standen dann eine Hüpfburg und verschiedene Spiele bereit. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Isabell Meyer und Annabell Blackert boten Kinderschminken an. Am Sonntagmorgen spielte der Musikzug Nieder Wöllstadt zum musikalischen Frühschoppen auf. Auch hier konnten wir wieder viele Gäste begrüßen, die sich die angebotenen Schnitzel schmecken lassen wollten. Die Mannschaft der Einsatzabteilung, unterstützt durch die Kameraden der Ehren- und Altersabteilung und Jugendfeuerwehren und natürlich die Ehefrauen und Partner der Kameraden tragen zum Gelingen dieser Veranstaltung bei.

Grillfest
Grillfest am Feuerwehrhaus (Foto: FFB)

An Veranstaltungen der Ortsvereine versuchen wir auch, wann immer möglich, teilzunehmen. So besuchten die Kameraden wie oben schon erwähnt den Fischereiverein. Beim Entenrennen des FCB haben wir auch unsere Vereinsente wieder starten lassen. Auch in diesem Jahr musste sich unsere Ente am Ende geschlagen geben. Im Anschluss an das Entenrennen veranstaltete der SVB wieder sein HUMAN-SOCCER Turnier, bei dem wir auch wieder eine Mannschaft aufgeboten haben. Auch beim Gauditurnier der FF Ilbenstadt haben wir teilgenommen und den 1. Platz erreicht.

Am 19. November zogen wieder leckerste Düfte durch den Südbahnhof. Das Feuerwehrhaus hatte sich zur Weihnachtsbäckerei gewandelt. Unterstützt durch die Kinder der Kameraden wurden wieder an die 2000 Plätzchen gebacken, um beim Adventsfenster und Weihnachtsfeier verköstigt zu werden.

Bäckerei
Weihnachtsbäckerei im Feuerwehrhaus (Foto: FFB)

Auch bei der Aktion Friedberg macht sauber haben wir uns beteiligt.

Friedberg macht sauber
Aktion Friedberg macht sauber (Foto: FFB)

Für die KITA haben wir ein Martinsfeuer entzündet.

Am 13. Dezember richteten wir ein Fenster des lebendigen Adventskalenders aus. Es wurde eine Episode der diesjährigen Geschichte gelesen und der Posaunenchor spielte aus den Fenstern im 1. Stock. Anschließend konnte man sich im Feuerwehrhaus bei Feuerwehrzangenbowle, Kinderpunsch, Schmalzbrot und Würstchen aufwärmen.

2017 fanden 4 Vorstandsitzungen statt, in denen die Geschicke des Vereins gelenkt wurden. Hier konnten die Entscheidungen fast immer einstimmig getroffen werden. Außerdem besuchten wir die Sitzung des Vereinsrings.

Im Jahr 2017 wurden bei verschiedenen Anlässen wie Goldene und Diamantene Hochzeiten Vereinsmitgliedern Präsente überreicht sowie bei Beerdigungen ein Gutschein für Grabschmuck überreicht.

Zum Abschluss meines Berichtes möchte ich mich für die Unterstützung meiner Kameraden bedanken, die im vergangenen Jahr wieder viele Stunden mit viel Engagement bei der Feuerwehr geleistet haben. Hier möchte ich auch ausdrücklich die Kameraden der Ehren- und Altersabteilung einschließen, die uns auch mit großem Einsatz unterstützen. Besonderen Dank an dieser Stelle möchte ich allen aussprechen, die uns durch das zur Verfügungstellen von Örtlichkeiten und/oder Gerätschaften bei unseren Ausbildungsveranstaltungen unterstützen. Des Weiteren danke ich den Mitgliedern des Feuerwehrausschusses, meinem Stellvertreter Sven Berthold, Stadtbrandinspektor Michael Stotz und seinem Vertreter Sebastian Lang für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr.

Außerdem bedanke ich mich beim Stadtverordnetenvorsteher Henrik Hollender, Bürgermeister und Dezernent Michael Keller, ersten Stadtrat Dirk Antkowiak sowie den städtischen Gremien für die Zusammenarbeit und ihr Interesse an der Feuerwehrarbeit.
Auf Seiten der Feuerwehren bedanke ich mich bei Kreisbrandinspektor Otfried Hartmann, seinem Stellvertreter Michael Kinnel, den Kameraden aus dem Friedberger Wehrführerausschuss, den befreundeten bzw. benachbarten Feuerwehren und den eng verbundenen Rettungs- und Hilfsorganisationen (DRK, JUH, ASB, THW und DLRG) für das gute Verhältnis und ihrer Unterstützung bei unserer Arbeit.

30.01.2018 Christoph Meyer Wehrführer & 1. Vorsitzender  

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