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Lauftreff Bruchenbrücken in Niedersachsen

Bremer Stadtmusikanten bekamen Radfahrer-Besuch aus Hessen

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SVB Radtour 2018

Foto: Teamchef Heinz Kniss mit seiner Mannschaft vor den Bremer Stadtmusikanten

Friedberg

Auch in diesem Jahr hieß es Ende Mai wieder, die Beinmuskeln zu strapazieren. Zum 27. Mal startete der Lauftreff Bruchenbrücken, eine Unterabteilung des SV 1919 Bruchenbrücken, mit dem Drahtesel.

Ziel war der Minden-Lübbecke-Kreis. Morgens um 6 Uhr 30 trafen sich die 9 Teilnehmer am Bruchenbrückener Kindergarten, um von dort aus die Reise per Pedes und mit dem Zug nach Bad Oeynhausen anzutreten. In dem im 19. Jahrhundert als Kurbad gegründeten Städtchen wurden die Räder erneut gesattelt, um auf dem Weserradweg bis nach Bremen zu radeln.

Auf dem 4-Sterne-Radweg kann man vom Weserbergland bis zur Nordsee radeln. Die Sportler aus Bruchenbrücken suchten sich für die Reise nur ein Teilstück davon heraus. Am ersten Tag der Radtour ging es um 11 Uhr 30 los, um die 84 Kilometer bis zum Etappenziel in Nienburg zurückzulegen. Der Radweg führt vorwiegend abseits der Hauptverkehrsstraßen, parallel zur Weser auf beiden Weser-Seiten in Richtung Norden. Den Fluss immer im Blick legte Teamchef Heinz Kniss und seine Mannschaft über Minden und Petershagen die 84 Kilometer Wegstrecke ohne Probleme zum Etappenziel Nummer 1 zurück. Am Wegesrand wartete lebendige Geschichte, malerische Dörfer, bunte Fachwerkstädte und imposante Schlösser. Darunter auch das eine oder andere Kloster So konnte man bereits nach einigen Stunden nach Start einen Blick auf die Hauptattraktion, das monumentale Kaiser-Wilhelm-Denkmal werfen. Es thront über der Weser und ist von weitem schon zu sehen.

Am frühen Abend traf man in Nienburg ein, um sich dort für den nächsten Tag zu stärken. Vorher wurde jedoch noch ein kurzer Abstecher zum hiesigen Spargel-Museum unternommen. Nienburg ist auch als Spargelstadt bekannt. Die schmackhaften Stangen sind weit über die Grenzen Niedersachsens berühmt.

Der zweite Tag führte ca. 90 Kilometer weiter bis nach Achim. Über Heuer und Langwedel führte die Strecke bis vor die Tore von Bremen, sodass am letzten Tag bei dem Samstag nur noch ein kleiner Endspurt bis zur Hauptattraktion in Bremen übrigblieb. Der Legende nach versteckte sich um Achim herum einst der Seeräuber Klaus Störtebeker. Während der Radtour fühlte man sich zeitweise nach Holland versetzt, denn hüben und drüben der Weser standen sehr malerisch angelegt einige Windmühlen.

Am letzten Tag der 27. Radtour startete man nach einem ausgiebigen Frühstück in Richtung Bremen, um dort den Stadtmusikanten einen Besuch abzustatten. Nach einem Bummel durch die Bremer Altstadt führte der Weg zum Hauptbahnhof, um von dort aus die Heimreise anzutreten. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Gemeinschaft von Regen und dem einen oder anderen üblicherweise auftretenden technischen Defekt bei einer solchen Reise verschont. Danach sollte die Deutsche Bundesbahn dafür sorgen, dass aus einer vierstündigen Zugreise eine abendfüllende Veranstaltung bis nachts um 12 Uhr 30 wurde, weil Mitarbeiter des Bremer Bahnhofs es versäumt hatten, die Anzeigentafel zum richtigen Zeitpunkt umzuschalten. Der falsche Zug war am falschen Ort und eine kleine Odyssee von über zehn Stunden begann. Ohne größere Schäden konnte diese Tour trotzdem erfolgreich zu Ende gebracht werden. Auch diesmal kamen keine E-Bikes zum Einsatz. Auch der älteste Teilnehmer radelte mit über 70 Jahren mit eigener Kraft. Im nächsten Jahr ist eine weitere Radtour geplant, diesmal wohl ohne Mitwirkung der Deutschen Bundesbahn.

23.06.2018 Thomas Bopp

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