Sie sind hier: Home > Archiv > Kleinwalsertal 2017

Lauftreff im SVB, 20. Lauftreff Ski Woche 2018

Verbraucherinformationen

"Bödmen-Baad-Bödmen oder lieber Tobel-Baad-Tobel, das ist hier die Frage"

Pano
Hoher Ifen (2230m) Bergstation am Hahnenköpfle
Samstag: 17.02.2018

Pünktlicher Start 06:01 Uhr in Bruchenbrücken bei Menotti. Über Altenstadt auf die Autobahn (über Hanau geht es schneller lt. CV). Kleines Nickerchen gemacht. Nächster Halt, Ellwanger Berge. Stimmung mies: Einer sitzt allein im Raucherraum, der andere kann nicht mal guten Morgen sagen. Na ja, das kann nur besser werden. Nach kurzem Stau ging es dann am nächsten Autobahnkreuz zügig weiter Richtung Allgäuer Tor (Jet-Station) Prost!!!
Endlich im Sporthotel Willam gut angekommen. Auspacken, einräumen und abwarten, dass es los geht zur Sky Kneipe, Fußball schauen und Wasabi Nüsse essen. Pünktlich zu Hause angekommen
-selbst Frank hat heute keinen Ausreißer vor-, stand das Abendessen schon bereit. Rindswurst mit Kartoffelsalat und Nudelsalat. Die Teller waren noch nicht richtig abgeräumt, sollte es schon mit Karrierepoker losgehen. Wie viele Leute spielen mit? Wie viele Karten brauchen wir? Los geht es. Karten werden ausgeteilt. Hm, das stimmt so nicht. Nochmals zählen, wieder nicht. Jetzt aber. Viel Zeit gehabt eine zu rauchen. So, jetzt alles okay, geklappt. Nach dem dritten Spiel: Karten reichen wieder nicht. Mittlerweile hat sich Wolfgang entnervt zurück gezogen –kam mit dem Leben eines Tellerwäschers nicht ganz zurecht-. Auch sein Trainer Fips konnte ihm keine neuen Tricks mehr beibringen. Doch unsere neue Einsteigerin Doris kam mit der außergewöhnlichen Situation bestens zurecht. Mischen, Ausgeben, Stiche einsammeln -kein Problem. Auch fand man keine Karten bei ihr unter dem Tisch, wie bei fast allen anderen. Wer als letzter Boss oder Tellerwäscher war, darüber streiten wir uns morgen. Gute Nacht.

Sonntag: 18.02.2018

Frühstück 07:30 Uhr oder ein bisschen früher. Bin der Erste. Freue mich gerade als Irene mit einer Flasche Sekt hereinkommt. Oh, da war doch was: „Karola hat heute 60. Geburtstag“. Nach dem alle angetanzt waren wurde gesungen: „Karola lebe hoch“. Sekt mit O-Saft, pur oder nur O-Saft. Manche mussten viel pur trinken, damit die Flasche leer wurde. Nachdem Karola die heutige Skiregion aussuchen durfte –Marion konnte mit viel Zauberstaub eine gewisse Beeinflussung nicht verleugnen- ging es zur Heuberg-Arena (bedingt durch die Wetterbedingungen sicher die beste Wahl).
Bödmen – Baad – Bödmen war das Ziel der Langläufer oder für einige Großmäuler Tobel – Baad – Tobel. Karl war nicht bei den Großmäulern und lief mit Uli und mir die kleine Runde zum eingewöhnen. 20 Minuten nach unserer Einkehr im Café Grund in Baad kamen auch Frank und Wolfgang hinzu. Man beobachtete ein weißes Hermelin beim Toben im Schnee. Dann ging es zurück. Pünktlich zum Biathlon in der Waschküche Platz genommen. Schemp gewinnt Silber „super“. Lege mir noch schnell eine Flasche Rotwein kalt für abends (ich weiß, das macht man nicht), freue mich aber schon auf die Nudeln. Auch die Skifahrer beendeten ihre Runden und kehrten in die gemütlichen Räume des Skischuhraums zurück. Die Stimmung wurde nach jedem Bier besser, lustiger und lauter. Ein Paar Stürze gab es zu verzeichnen. Ansonsten ein erster, gelungener Tag. Dann die Schockmeldung… Ich könnte meine Flasche Rotwein wieder aus dem Kühlschrank entfernen, Nudeln mit Hackfleischsoße fällt aus. -Die Soße steht noch in Bruchenbrücken-.  Schnell wurde umdisponiert und Doris kreierte verschiedene Suppen mit Wursteinlagen. Katschi!!! musste sich den ganzen Abend diverse Sticheleien anhören, da es sich nicht unbedingt um sein Leibgericht handelte.
So, nun Plätze einnehmen für unser Kartenspiel. Wir waren gut versorgt, es gab Schnaps, Bier, Wein, Süßigkeiten, Knabbergebäck und natürlich Musik von DJ Frank the Tank. Karola hatte ja immer noch Geburtstag und so konnte immer zwischendurch, wenn mal wieder ein paar Karten zu Boden vielen, eine heiße Sohle aufs Parkett gelegt werden. Meistens von Karola und dem  Geschäftsführer. Und auch so musste wieder einmal ein Tellerwäscher sich nachts Gedanken machen, ob er nicht doch etwas hätte anders machen sollen. Gute Nacht.
PS: Auch Brot wurde noch gebracht, aber das ist eine andere Geschichte.

Sovvenier
Souvenir, Souvenir
Montag: 19.02.2018

Neuer Morgen, neues Frühstück, neues Geburtstagskind. Irene lebe hoch!
Tage zuvor wurde schon ein waghalsiges Experiment vorbereitet. Man wollte den Langlaufrekord vom tschechischen Hans brechen, der 35 km vorgelegt hatte. Die einfache Antwort darauf: Man macht alle 3 Loipen des Tals und schon kommt man auf 50 km. No problem. Die Euphorie ist groß und man kann beiden Protagonisten (Teilnehmer) die Anspannung deutlich anmerken. Heute soll ein schöner Tag werden, also auf den Ifen (für die Skifahrer). Ich startete voller Elan zur Wanderung von Riezlern aus in Richtung Söllereck. Kurz vor dem „Burgstüble“ schaute ich zum Ifen rüber und freue mich mit unseren Skifahrern, dass sie so einen sonnigen Tag erwischt haben. Da es bei mir noch ein bisschen schattig war, freute es mich, dass ich unter mir die Haltestelle des Busses sah und beendete somit meine Wanderung.
Die Skifahrer kamen nach einem halbwegs schönen Tag zurück und die Nichtwanderer und auch die Fußkranken. Alle trafen sich am Moosgletscher zum Geburtstagsschnaps. Langsam begann jeder an zu frösteln, somit zogen wir uns in das Skischuhstüberl zurück zum nächsten Absacker. Nach dem Abendessen ging es los zum S’Äple oder S’Abele. Martin hat gewonnen, ich verloren. Dieses Lokal hat Eurosport-Player. Es hat sich gelohnt und so verbrachten wir einen tollen Abend mit der Eintracht bei ein paar Weinschorlen. Gute Nacht.


Foyer Schrattenwangalpe
Dienstag, 20.02.2018

Die Skifahrer wussten nach dem Frühstück genau, was sie machen wollten: Natürlich Skifahren. Anders erging es den Nichtskifahrern, die sich abends einen Tagesplan aufstellten, der mit jedem Bier immer unwahrscheinlicher wurde. Dieser wurde nach dem Frühstück so wie so wieder umgeworfen. Die Wanderung sollte von Riezlern aus über Söllereck nach Oberstdorf führen. Die Route kam mir irgendwie bekannt vor. Na gut, was soll‘s. Angestrebtes Ziel: Pizzeria Oberstdorf ca. 14:00 Uhr. Nach 14:00 Uhr durch tief verschneite Wälder, über stark befahrene Pisten und einen urigen Berggasthof erreichten wir das Ziel mit sehr dicken und zwickenden Wadeln um 15:00 Uhr. So jetzt noch schnell eine Pizza und dann ab zum Apre Ski nach Riezlern. Zum verabredeten Zeitpunkt kamen wir natürlich zu spät. Die Skifahrer, die den Tag auf der Kanzelwand und am Heuberg verbracht hatten, waren schon längst in guter Stimmung und hatten somit einen gewaltigen Schunkelvorsprung. Mit Schunkeln und Hüpfen hatten wir eh nichts mehr am Hut, weil uns bei jeder schnellen Bewegung die Glieder schmerzten. Wir fuhren nach 2 Bier und müden Gebeinen nach Hause. Auch Fips hatte es heute nicht so mit dem Hüpfen und somit war es ihm nur recht, dass der Heimweg angetreten wurde. Unsere Apre-Partyler steigerten sich immer weiter bis zum Höhepunkt „dem Sirtaki“. Johlend und grölend hörten wir sie schon von weitem heim kommen. Für die Spätheimkehrer gab es noch heiße Fleischwurst, Brötchen und Senf. Da sich nach dem doch anstrengenden Apre-Ski keiner mehr aufrappeln konnte in die Sky-Bar zu gehen, um das Champions Spiel der Bayern gegen Istanbul anzuschauen, zog man sich langsam zurück. Fips bekam davon schon lange nichts mehr mit und so saßen um 21:15 Uhr (nochmal 21:15 Uhr) nur noch 2 wackere, Wein trinkende Recken allein in der Stube. PS: Zum Glück fiel ihnen noch was ein. So wie Wicki hatten sie noch eine Idee: Katsch hatte Tränen in den Augen.

Mittwoch, 21.02.2018

Stimmung ziemlich mies. 7:30 Uhr Frühstück. Man ließ es locker angehen. Die Skifahrer gingen erst eine ½ Stunde später auf die Piste! Die Langläufer konnten noch ein wenig länger ausruhen, da wir vor 11:30 Uhr nicht am Gasthof Hörnlepass sein durften, weil der Koch vorher nicht anwesend ist. Das hat super gepasst. 11:25 Uhr angekommen, Essen kam pünktlich. Die Skifahrer besuchten das erste Mal das Parsenn-Stübchen. Gute Preise war das einstimmige Urteil. Nach dem man auf der Loipenabfahrt zwei Schulklassen überholen mussten, ging es mit dem Bus zurück, um zügig wieder mit dem Bus zurück nach Riezlern zu fahren, in der Hoffnung, die Eisstockbahn ist geräumt. Glück gehabt, perfekte Bedingungen. Nach einer kurzen Einweisung ging es auch schon los. Nach drei Paarrunden und einem Einzelspiel stand der Sieger fest. Der Verlierer musste eine Schnapsrunde geben. Außerdem konnte ein kleiner Whisky ausprobiert werden. Zurück im Sporthotel stand der Handkäse schon bereit. Es ging los. Glück gehabt, es gab frisches Brot, lecker!  Auf geht’s, noch eine Runde Poker. Konnte leider nicht mitspielen, hatte noch meinen Bericht zu schreiben. Manchmal läuft es, manchmal nicht. Der Tellerwäscher ging trotzdem guten Mutes ins Bett und konzentrierte sich auf seine 50 km am Freitag. Schlaf gut. Bei den Geräuschen ist das gar nicht so einfach, aber das macht er Klasse!!! Gute Nacht.

Hörnlepass
Marterpfahl am Hörnlepass
Donnerstag, 22.02.2018

Heute gab es ein Ei zum Frühstück, hat lange gedauert bis die Hände hochgingen. Eine Hand voll Leute gingen zum Skifahren, andere legten sich wieder hin und noch andere taten sich laut unterhalten! Ich wurde das erste Mal um 10:15 Uhr von Irene geweckt. Klasse, wollte eh aufstehen und mir einen Platz neben der Waschmaschine sichern. 11:00 Uhr geht die Kombi los und der Kühlschrank ist auch nicht weit weg. Nach und nach schlichen sich auch die anderen Inaktiven dazu. Kombi top, Biathlon floppt.
Karl geht noch mal auf die Piste, andere widmeten sich wieder ihren Büchern und die ganz anderen wollten noch mal die Eisfläche ausprobieren. Nach diversen Schnäpsen (einer viel um) und einem neuen Sieger ging es wieder zurück. Von den Skifahrern kann ich heute nicht viel erzählen, nur Pause im Parsenn-Stübchen. Das Tatar war schon angerichtet und die Zwiebeln auch fast fertig. Guten Appetit. Irene hat uns danach noch tolle Bilder auf dem Laptop gezeigt. PS: Die Route der Topläufer wird morgen anders sein als geplant, die Busse spielen nicht mit. Gute Nacht.

Freitag, 23.02.2018

Guten Morgen. Während des Frühstücks wurde wieder zurückgerudert. Die Strecke sollte so bleiben wie vorhergesehen. „Also nichts wie los, der Bus geht um 8:10 Uhr“. Die Skiläufer ließen sich noch ein wenig Zeit bevor auch sie sich auf den Weg machten. Uli machte eine Baad-Tour und wir verabredeten uns für 12:00 Uhr zum Biathlon. Kam 20 Minuten zu spät. Carmen und ich haben uns mit den Skifahrern am Parsenn-Stübchen getroffen.
Nach dem Biathlon ging es mit Eishockey weiter (zwischendurch Apps von Frank) Erste Information: Am Anfang ein kleiner Sturz, war aber nicht schlimm und zweitens: Er hatte einen alten Busfahrplan mitgenommen. Spielstand nach dem 2. Drittel: 4:1 für Deutschland. Eine Sensation stand in der Luft. Neue Apps: Sind im Zeitplan, machen gerade Pause am Hörnlepass. Im Bügelraum wurde es langsam immer enger. Das viele Daumendrücken half und so konnte man einen 4:3 Sieg gegen Canada bejubeln. So, nun warten auf die Superlangläufer. Auch sie tauchten bald auf. Einer sah ein wenig blass und zerknittert aus. Egal sie hatten den Rekord gebrochen, 37,9 km. Ein dreifaches Hoch, Hoch, Hoch. Ein bisschen später gab es die nächste Überraschung. Wegen unserem 20-jährigen Jubiläum hat uns Luitgard zum Essen eingeladen. Es gab Nudel mit Gulasch und Salat, diverse Weine und Schnäpse zum Verdauen. Fips macht gerade die Abrechnung und ich lese gleich meinen Bericht vor, der sich eher wie ein Tagebuch von mir anhört, aber das ist halt mal so.
Wir haben das Beste aus den Wetterbedingungen gemacht, jeder individuell oder als Gruppe. Die Woche ging leider viel zu schnell vorbei. Grüß Gott bis zum nächsten Mal.
PS: Die Striche auf der Tafel wurden gegenüber den letzten Jahren nicht weniger, im Gegenteil! Das kommt halt vor, wenn man immer früher zu Hause ist oder es gerade Olympia gibt. Danke Josef, dass du mich am Mittwoch um 5:30 Uhr im Keller besucht hast.

10.03.2018 Euer Roland Samet

ADRAnm. d. Red.

Der Langlauf-Strecken-Rekord über 37,9 km wurde nur wenige Tage später durch Loipen-Hans im Riesengebirge mit einer Streckenlänge von 42 km pulverisiert.

Leider konnte der tschechische Rekord nicht anerkannt und somit auch nicht in die Hall of Fame der Nordic Cruiser aufgenommen werden, da der Rekordversuch außerhalb des offiziellen Wettkampfloipengebiet erzielt wurde.

Nichts desto trotz haben wir uns zum Ziel gesetzt den Streckenrekord über 37,9 km im kommenden Jahr zu toppen, -so der aktuelle Langstreckenrekordvollstrecker ;-)

10.03.2018 WC

Verbraucherinformationen

Verbraucherinformationen