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Die Brücken in der Gemarkung Bruchenbrücken

Bruchenbrücken ist eigentlich das Dorf der Brücken.

Insgesamt 10 Brücken sind heute in der Gemarkung Bruchenbrücken zu sehen.
Das gesamte Gebiet von Assenheim bis über Bruchenbrücken hinaus war einst ein  einziges Sumpfgebiet (Bruchland), also schwer zu durchqueren. Irgendwann hat man an einer günstigen Stelle einen Übergang mit entsprechend sicherer Wegeführung geschaffen.
Eine der ersten Brücken in Bruchenbrücken war vermutlich an der Gemarkungsgrenze; in etwa dort wo heute in Assenheim die Brücke an der Hainaumühle zu sehen ist. Zu diesem Wetterübergang soll eine Römerstrasse geführt haben. Möglich wäre eine direkte Verbindung vom Kastell Okarben zum Kastell Ober-Florstadt. Dies behauptete zumindest der einstige Dorfpfarrer Knab (1896), der einen Teilabschnitt dieser Strasse gefunden hatte. Eine weitere mögliche erste Brücke ist die Wetterbrücke an der einstigen Turnhalle. Die damals vor dem Dorf liegende Brücke gehörte zum Weg der am Hasenberg vorbei nach Florstadt weiterführte. Diese Brücke gehörte dem Kloster Fulda. Bis ins Jahr 1865 erhob man an der "Holzbrücke an der ehemaligen Turnhalle" Brückenzoll von fremden Fuhrwerken und Menschen.
Die Zolleinnahmen dienten der Klosterfiliale Neuenberg.

Folgende Zollgebühren wurden 1841 für Tiere verlangt:

1 Pferd - 2 Kreuzer
1 Kuh - 1 Kreuzer
1 Schwein - ½ Kreuzer
100 Schafe – 10 Kreuzer.
Zur Information: Um 1850 kostete ein Maaß Bier (Schankmaß, damals 1,069 Liter)
4 Kreuzer.

Ein Amtmann aus Assenheim bezeichnete den Zustand der einstigen Holzbrücke als "Brückenbruch". Eine Anspielung auf den Ortsnamen. Im 19. Jahrhundert konnte die Kirche die Unterhaltskosten für die Brücke nicht mehr aufbringen und die Brücke ging in den Besitz der Gemeinde über.

Eine Anekdote zum Schmunzeln.

Nach einer Überlieferung mussten am 10. Juli 1796 beim Herannahen französischer Truppen einige Bewohner Bruchenbrückens auf Befehl der Kaiserlichen, aus Österreich, den Holzbohlenbelag der Brücke entfernen. Sie sollte so für Fuhrwerke unpassierbar gemacht werden. Als einem Bruchenbrückener plötzlich eine Kugel dicht am Kopf vorbeiflog schrie er entsetzt:
„Gebräurer, eich sein tut geschosse!"
Übersetzung ins Hochdeutsche: Genossen ich bin tot geschossen!

Recherche: Erhard Gröschl

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